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Das Zentrum & die Berge

L'éTANG TURBINO

Heute ist es zwar stark bewölkt aber immerhin kein Regen in Sicht. Auf eine vierstündige Wanderung einem See entlang haben wir aber gerade keine Lust, weshalb wir das Seerestaurant mit dem Auto anfahren und dann dort einen kürzeren Spaziergang machen wollen. Das Restaurant hat noch geschlossen, dafür gibt es ein paar hübsche Stege dem See entlang vorbei an, irgendwie verlassenen, Fischerhäuschen. Der See mieft etwas und am Ufer liegt ein gelbgrünlicher Schaumteppich - igitt. Die Fotos täuschen sehr, die wunderschönen Farben sehen live eher übel aus.

Vallée Tavignanu

Gegen Nachmittag suchen wir uns einen Campingplatz an einem Fluss und Beni zaubert noch eine selbstgemachte Lasagne aus dem Omnia Backofen. Der Omnia ist genial, mit seinem Aufbau wirkt er wie ein kleiner Backofen und kann auf dem Gasherd betrieben werden. Uns ist bisher noch alles sehr gut gelungen vom Auflauf bis zu Fischgerichten. Eigentlich wollten wir im Fluss noch baden gehen aber das Wetter animiert uns nicht wirklich dazu, also belassen wir es bei einem Nachmittag mit Spiel und Spass.

CORTE – die ehemalige und heimliche Hauptstadt Korsikas

Die ehemalige Hauptstadt von Korsika und heutige Universitätsstadt ist auf einem Fels in den Bergen errichtet worden. Wir finden etwas ausserhalb einen Parkplatz und zotteln gemütlich, vorbei an Fussballstadion und Hallenbad, in die Stadt. Wir steigen etliche Treppen empor und schlängeln uns durch die schmalen Gassen. Zuerst besichtigen wir die Aussichtsplattform direkt unterhalb der Zitadelle, welche einen schönen Blick in die Umgebung ermöglicht. Dann entdecken wir weiter oben bei der Zitadelle die kleine Touristenlokomotive, welche in 15 Minuten losfährt. Natürlich will Beni da dabei sein und beinahe hätten wir den Zug auch für uns alleine gehabt. Die Fahrt durch die Stadt hinunter ist sehr holprig und man muss sich schon beinahe festhalten wenn er über die unzähligen Bodenwellen fährt. Die Tour offenbart während 35 Minuten auch schöne Blicke auf die Stadt von etwas ausserhalb. Der Hauptteil der Zitadelle ist leider geschlossen, weshalb wir komplett auf eine Besichtigung verzichten.


Beim Rumschlendern finden wir ein kleines, feines Restaurant auf einem kleinen Platz mit einem Brunnen. «Wäge di Ässenszit» bestellen wir uns leckere, einheimische Gerichte und geniessen kühle Getränke (Joli wie immer ihren Capo Spritz) und das frische Wasser, welches durch die Bedinungen direkt vom Brunnen geholt wird. Plötzlich riecht es verdächtig nach Rauch und eine dicke Wolke schiebt sich um die Ecke. Aber der Brandherd ist offenbar schnell gefunden und es kehrt wieder Ruhe ein.

 

Was wir kurz vor dem Parkplatz zum Ersten (aber nicht zum letzten Mal) sehen, ist ein Pizzaautomat. Dort kommt dein fertiges Stück Pizza raus. Iiiiiiiih!

 

Wir fahren am gleichen Tag noch weiter nach Tattone, weil wir dort Morgen von Canaglia eine Wanderung in einem Tal machen wollen.

Vallée Manganello - Randonnée Cascade du Meli, Bergeries de Tolla, Cascades

Die heutige Wanderung ist schnell erzählt: drei Stunden geht es stetig bergauf an einem Fluss entlang, ohne dass wir diesen gross zu sehen bekommen. Wir kommen an einem Wasserfall vorbei und danach an einem Verbot, das uns anzeigt, dass der Weg direkt am Fluss unten gesperrt ist. Das Restaurant in der Mitte hat geschlossen. Das Endziel sind mehrere Kaskaden, an welchen wir 30 Minuten Pause machen, und unsere Sandwiches verputzen, um uns wieder auf den, abwärts nur noch ca. zweistündigen, (fast) selben Rückweg zu machen. In der Mitte gehen wir ganz, ganz kurz noch im eiskalten Flusswasser baden –> Version Beni.

 

Version Joli ergänzt: es ist wunderschön, auch wenn wir nicht die ganze Zeit den Fluss vor Augen haben und es lohnt sich den Weg bis ganz nach oben zu gehen, wo die vielen kleinen Wasserfälle sind. Zudem kann von dort aus relativ lange über die grossen Felsen direkt am Fluss entlang wieder zurück laufen und somit das Wasser doch noch in vollen Zügen geniessen. P.s. das Wasser ist wirklich arschkalt!

 

Wir fahren wieder zurück nach Corte, denn Morgen wollen wir noch ein weiteres Tal erkunden. Hoffentlich gefällt das Beni dann etwas besser.

Vallée RestonicA

Wir sind wieder in Corte stationiert, von wo aus wir uns eine Busfahrt ins Restonicatal reserviert haben. Im Tal gilt ein generelles Fahrverbot und man kommt sowieso nur noch einen Drittel weit hinein mit dem Fahrzeug. Die ursprüngliche Strasse ins Tal hinein ist zu ca. 2/3 verschüttet, abgestürzt und die Brücken sind durch ein Unwetter zerstört worden.  Die einzige Möglichkeit ist heute noch eine Busfahrt bis zum aktuellen Ende der Strasse. Diese haben wir für 07Uhr reserviert mit anschliessender Rückfahrt um 15:45Uhr, Kostenpunkt 8Euro.


Unsere Wanderung am rechten Talhang entlang und bei super Wetter führt uns während drei Stunden ganz ins Tal hinein. Die Aussicht ist der Hammer, von Blumen zu Bergen und dem Fluss ist alles dabei, das Wandern macht richtig Spass (Gott sei Dank! – denkt sich Joli). Zuerst folgen wir ein paar anderen Wandern einen komischen, sehr steilen und nicht wirklich vorhandenen Weg hoch hinauf. Die Wanderer vor uns kehren um und wir auch. Einzig die alte Lady mit Hund klettert weiter. Wir sind ihr nicht mehr begegnet, hoffen, aber sie ist irgendwann, irgendwo angekommen.


Als wir dann doch noch den richtigen Aufstieg gefunden haben, laufen wir das ganze Tal nach hinten Nach ca. 2.5 Stunden erreichen wir das kleine Dorf, bestehend aus einigen Häusern kurz vor dem Ende der ehemaligen Strasse. Die Häuser wirken eingefallen und verlassen, man erkennt aber noch das hier früher auch der Tourismus gut funktionierte. Man sieht noch alte Restaurants und Verkaufsschilder. Beni kommt sogleich die Geschäftsidee eines der Häuser respektive der Restaurants zu kaufen und wieder zu beleben. Die Waren wie Essen und Trinken werden dann halt mit dem Helikopter eingeflogen.

 

Doch fertig Ideen gesponnen, wir müssen weiter da der Zeitplan schon knapp ist und wir noch zum See hoch wollen. Allerdings laufen wir noch ganzen Karavanen von Raupen über den Weg, welche uns dann auch noch etwas aufhalten. Wenige Meter nach Benis Idee kommen wir um eine Kurve herum und sehen ein wunderschönes kleines, gepflegtes Bergrestaurant. Halleluja das gibts doch nicht. Und hier gibt es auch alles, was das Wanderherz begehrt. Wir entscheiden uns spontan auf den einstündigen Aufstieg zum Bergsee zu verzichten (es hätte eventuell sein können, dass es unter Umständen, dann vielleicht etwas knapp geworden wäre den reservierten Bus zurück in die Stadt wieder zu erreichen – sicher ist sicher) und setzen uns lieber ins Restaurant. Hier bestellen wir ein ordentlich leckeres, eiskaltes Bierchen und einen sensationell gute Apéroplatte mit diversen Wurst und Käsesorten. Wow, richtig geil. Dabei kommen wir mit den Betreibern etwas ins Gespräch und siehe da, das meiste wird tatsächlich mit dem Helikopter ein und ausgeflogen, bis auf die rasch verderblichen Nahrungsmittel. Diese trägt der Betreiber täglich den ganzen Weg (3 Stunden mit bis zu 25 Kilo am Rücken) hinauf (runterlaufen muss er ja jeweils zuerst auch noch). Zum Dessert bestellen wir Kuchen und dazu gibts noch einen kleinen selbstgbrannten Schnaps aufs Haus, herrlich. Nach etwas mehr als einer Stunde machen wir uns gestärkt und (vor allem Beni) überglücklich auf den Rückweg.

 

 

Auch hier gehen wir, also heute nur Beni wieder baden – noch eiskälter als gestern aber herrlich. Das kann Joli nicht bestätigen, denn ihr zieht es wegen der Kälte so schnell, denn Krampf im Fuss, dass sie gar nicht weiter rein kommt – nicht herrlich!

Lozzi

Wir fahren noch etwas weiter in den Bergen umher und cruisen durch ein wunderschönes Tal, sehr eng und kurvenreich, aber sehr schön. Wir haben mehrere Ziele und Wanderideen. Der erste Ort ist mit dem Camper nicht erreichbar, also weiter. Zum See kommen wir auch nicht, da die Strasse gesperrt ist. Endziel ist der Ort Lozzi. Dort wollen wir eigentlich auch nochmals wandern gehen. Sobald wir unserem Camper auf dem Camping abstellen, umschwirren uns hunderte von Fliegen. Zum Glück sind diese wieder weg, sobald das Auto sich etwas abgekühlt hat. Komisch!

 

 

Dritter Versuch heute. Wir gehen also los und starten mit dem Wanderweg direkt neben dem Campingplatz. Der Weg wird immer enger und als wir an einer ganz engen Stelle unter einem Baum durch müssten, der voll mit Netzen, Raupen und deren Eiern ist, geben wir auf. Es soll wohl nicht sein. Dann gehen wir halt zurück und mindestens noch zum Aussichtspunkt direkt neben dem Camping. Was das windet hier oben – unglaublich, es bläst und fast vom Hügelchen runter. Naja zurück zum Camping und einfach noch etwas zu chillen, das haben wir nach den intensiven Ferien ja auch noch etwas verdient. Und da wir jetzt so viel Zeit «gespart» haben können wir ja noch schauen was wir noch mit der restlichen Zeit machen können, bevor wir wieder auf die Fähre müssen.

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