Stellplatz
Eigentlich stand für heute Gaztelugatxe auf dem Programm, aber aufgrund des eher mässigen Wetters haben wir uns kurzerhand für einen Ein-Tages-Trip nach Bilbao entscheiden.
Der Stellplatz oberhalb der Stadt ist etwa zu knapp einem Sechstel belegt, als wir uns gegen 10:30 Uhr dazugesellen. Obwohl unzählige ebene Plätze frei sind, wird uns (da Kastenwagen und nicht Camper) ein kleiner Platz in schräger Lage zugeteilt… Jaaa vermutlich kommen noch rund 50 weitere WoMos in den nächsten Stunden – jajaaa das wird sicher der Grund sein. Die Aussicht auf die Stadt ist super aber es windet, was das Zeug hält. Betty wackelt hin und her wie ein kleines Boot auf grossen Wellen.
LA Ciudad Vieja
Mit dem Bus fahren wir kurz vor dem Mittag nach unten direkt an den Rand der Altstadt. 30 Minuten dauert die Fahrt, obwohl wir vom Camping aus direkt auf die Stadt schauen. Aber unsere Linie fährt noch drei Extra-Schlaufen – heisst der Bus biegt ab, dreht eine Runde und kommt 1-3 Stationen später am gleichen Ort wieder raus, um von dort weiterzufahren. Endlich angekommen müssen wir nur noch eine Brücke überqueren und sind schon in der Altstadt.
Beim Bummeln durch die Gassen müssen wir uns als erstes beim Kackladen ein Lachen verkneifen. Alle möglichen Figuren, berühmte Persönlichkeiten oder ländertypische Stereotypen gibt hier in allen Grössen zu kaufen. Einzige Gemeinsamkeit; es sind allesamt kackende Figuren mit einem Haufen «ungerem Füdlä». Auf die Idee muss man auch erstmal kommen.
Trotz der eher unappetitlichen Begegnung haben wir jedoch, wie könnte es auch anders sein, Hunger und Lust auf Essen, weshalb wir uns auch hier auf die Suche nach leckeren Pintxos machen. Ein erstes Mal werden wir beim grossen Markt fündig, welcher neben ein paar Bars mit Pintxos hauptsächlich Verkaufsstände mit Fleisch und Fisch hat. Im Zentrum der Altstadt befindet sich eine grosse Kirche, welche uns beim Schlendern durch die Gassen praktischerweise immer wieder als Orientierung dient. Da sich die Gassen schnell wiederholen und Beni einen Link gefunden hat, welcher an bekannten Bar und Cafés vorbei führt, verlassen wir schon bald die Altstadt. Allerdings sind wir sol voll (gegessen, nicht generell…), dass wir nur noch einen kurzen Stopp im Café Iruña machen, welches mit seinen Mosaik Wänden und den Holzschnitzereien eine spezielle Kulisse bietet.
GUGGENHEIM-MUSEUM
Offenbar scheint sich die Stadt sehr über das Guggenheim Museum zu definieren. Dann wollen wir uns das doch auch mal anschauen. Das Wetter ist topp. Es giesst in Strömen und da es oben auf dem Camping so krass gewindet hat, haben wir natürlich die Regenschirme nicht eingepackt – das es hier jetzt nicht windet sondern nur regnet versteht sich von selbst. Aber der Regen kann uns gar nichts, wir staben munter Richtung Museum. Es ist ein spannendes und eindrückliches Gebäude mit einer eher hässlichen Riesenspinne vorne dran. Von aussen ist es also schon mal sehenswert und es hat sogar irgendwelche Nebelmaschinen, welche bei dem Wetter noch fast besser zur Geltung kommen. Und da wir langsam etwas angefeuchtet sind, gehen wir sogar rein, wenn auch nur in das Café und ins gratis Auditorium. Die Kunst lassen wir aussen vor, wir sind halt Banausen diesbezüglich.
Kunst und Regen machen hungrig. Oder zumindest hat Joli wieder mal Lust auf etwas Warmes im Bauch – da wir uns, gefühlt seit Tagen – nur von Pintxos ernähren. In der Stadt haben wir viele japanische Restaurants gesehen und Joli hat Lust auf Nudel und tataaa um die nächste Ecke, auf unserem Rückweg zum Bus, kreuzen wir zufällig nochmals ein japanisches Restaurant, welches wir uns nicht entgehen lassen wollen. Die paar kleinen Pinchos Häppchen dienen ja eher dem kleinen Snack zwischendurch. Für unschlagbare 20 Euro pro Person erhalten wir kurz vor 16Uhr noch das 4 Gänge-Mittags-Menu, welches uns tiptop mundet. Spanien ist diesbezüglich ganz nach unserem Geschmack. Da wir auf Reisen meistens ewig lange kein Frühstück finden (in der Regel erst kurz vor dem Mittag) und somit am späten Nachmittag Hunger bekommen, ist es optimal hier, denn um diese Zeit isst man hier die Hauptmahlzeit des Tages. Abendessen gibt es dann erst wieder um 21Uhr. Viel zu spät für uns.
Apropo Bus. Spannend für Herr der Ringe Fans. Bilbo hat hier sein eigenes Bus-Unternehmen gegründet: BILBOBUS.
P.s.: für, diejenigen die uns noch nicht lange kennen (oder unsere Texte von der alten Homepage) – blöde Sprüche, Ironie, Sarkasmus und Blödsinn sind Teil unserer Texte. Man soll das Leben schliesslich nicht zu ernst nehmen.
Zurück auf dem Stellplatz begegnen wir noch einer Herde Ziegen und nehmen uns dann noch Zeit, um für euch Texte zu schreiben, während der Wind wieder erbarmungslos an unserer Betty Blue rüttelt.




















































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