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Llanes

Es regnete gefühlt die ganze Nacht und auch morgens, als wir unseren Küstenspaziergang in Richtung Llanes starten, nieselt es immer noch vom Himmel. Der Weg führt uns schön, nass und matschig der Küste entlang bis zum Hafen mit den bunten Monstersteinen (Wellenbrecher). Die Steine wurden von einem Künstler bunt bemalt; sieht für uns aber eher aus, als ob sich mehrere Schulklassen hier ausgetobt haben. Nun ja, die knalligen, bunten Farben trotzen immerhin dem tristen Wetter ein wenig und bringen Stimmung.

DER VIELFRASS

Aufgrund des immer wieder einsetzenden Regens geniessen wir zuerst zwei Cappuccinos, für umgerechnet unschlagbare 2.90, schön geschützt unter einer schönen Sonnen-(Regen)store, welche es uns aber gute fünf Minuten später fast um die Ohren haut (Windstoss) und uns zum Umzug ins Innere zwingt.

 

Etwas verstörende, eklige Szenen spielen sich dann am Hafen auf einer Brücke, mit Blick auf den Kanal ab. Ein etwas grösserer, sagen wir mal Vogel, schwimmt und taucht im Kanal nach Fischhäppchen. Sehr erfolgreich muss man sagen. Während Beni noch Witze reisst, wieso er sich nicht an einem der grossen Fische versucht, anstatt 100 kleine zu fressen, taucht dieser auf einmal mit einer Schlange quer im Schnabel wieder auf. Das Vieh windet sich wie blöd und wir sind nicht sicher, wer gewinnen wird. Aber zu unserem Ekel würgt der Vogel das zappelnde Teil tatsächlich lebendig durch seinen Hals in den Magen runter. Wohlverstanden, die Schlange ist etwa dreimal so lang wie sein Hals. Kein Wunder muss der Vogel seinen Schnabel ordentlich zu halten, da sich die Schlange, sichtbar im Halse des Vogels, wieder nach oben zu kämpfen versucht. Igitt, bereits beim Schreiben des Textes überkommt uns wieder ein leichter Würgereiz. Es sieht schon widerlich aus wie sich die Schlange im Hals des Vogels windet. Wäää! Grüsü!

DER FLASCHENKÜNSTLER

Wir laufen noch etwas wirr im Dorf umher, begutachten den Markt, welcher leider nur Kleider anbietet und gehen dann etwas später noch in eine der wenigen geöffneten Siderias, um einen, für die Gegend bekannten, Apfelwein zu testen. Dieser wird in einer Literflasche auf den Tisch gestellt aber nicht am Tisch ins Glas eingeschenkt. Der Wirt stellt sich mit der Flasche und den Bechern vor ein halboffenes Holzfass, welches mitten im Restaurant steht und lässt den Apfelwein aus maximaler Höhe, also mit gestrecktem Arm über dem Kopf, in die Becher sprudeln. Völlig überrascht schauen wir dem Ganzen zu und geniessen den sprudligen Schluck Cider. Wir sind nicht sicher, ob man sich als Gast dann selbst nachschenkt oder man den Wirt wiederum darum bittet, aber ohne den Sprudel schmeckt der Cider nicht, weshalb Beni es kurzerhand gleich selbst probiert. Na ja, ein wenig Sprudel war dabei, aber umso mehr gabs ne Sauerei. Von den 10 dl haben wir ca. je 4 getrunken, der Rest ist wohl überall sonst gelandet (wobei man sagen muss, dass auch der Wirt eine beträchtliche Sauerei gemacht hat). Im Anschluss machen wir uns auf den Rückweg und bemerken auf einmal wie beschwipst uns der Cider im Nachgang macht, huuuuuuuuuuuui und das für 4Euro! Kein Wunder schaut sich Beni auf dem Heimweg wieder mal die Immobilien im Schaufenster an und meint «Hmmm… So ein Schlösschen fürne Million ist aber auch ein Schnäppchen!» und der Emmi Cafe Latte Fake ist zwar nicht schlecht gemacht, aber so viel Apfelwein hatten wir dann doch nicht.

SCHEISS WETTER, GUTES ESSEN

Das Wetter ist immer noch mühsam wir aber wieder nüchtern, weshalb wir uns kurzerhand entscheiden, dass wir uns für heute noch einen Campingplatz am Meer suchen und gönnen. Campingplätze sind natürlich immer etwas teurer als ein Stellplatz ohne jegliche Annehmlichkeit wie etwa einer Dusche. Einerseits haben wir Lust auf auswärts Essen und danach noch auf eine warme Dusche mit richtig viel fliessendem Wasser (im Camper sind wir mit dem Wasser sehr sparsam unterwegs). Wir finden auf dem Weg ein kleines, sehr feines, aber auch etwas teures Restaurant, in welchem wir uns köstlichen Fisch und Fleisch servieren lassen. 

Unser Navi ist zwischenzeitlich etwas verwirrt und schickt und auf den ein oder anderen Extrabogen aber am Schluss kommen wir doch noch an und auch die Dusche auf dem Campingplatz in Peran erfreut ein wenig später unsere Gemüter und wir geniessen den restlichen Abend im Camper. Hier hat es offenbar in letzter Zeit so viel geregnet, dass sich alle Camper anstatt auf eine der Rasenparzellen irgendwo auf die geplättelten Wege stellen müssen. Die Besitzerin befürchtet, man komme sonst am nächsten Tag nicht mehr raus. Wir gehen davon aus, dass sie einfach keinen Bock darauf hat, dass der ganze Rasen kaputt geht, was sehr wohl der Fall wäre. Das sieht man dort sehr gut, wo die Holländer wohl zu weit ausgeholt haben zum Parkieren. Der Rasen sieht aus wie frisch gepflügt.

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Kommentare: 2
  • #1

    renate (Freitag, 13 Februar 2026 06:43)

    sehr schöne gegend,gefällt mir! bei uns auch stark-dauerregen ,bis auf weiteres. häbets luschtig,muntsch ma

  • #2

    Benjoli (Mittwoch, 25 Februar 2026 21:50)

    Gäu - itz steu dr ds mau mit Sunne vor. Mega schön.