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Cudillero & San Cibrao

Sightseeing & Spezialitäten

Unser heutiger Zwischenstopp führt uns nach Cudillero, einem kleinem Dorf an der Küste (übrigens wieder eines der schönsten Dörfer Spaniens – laut Schild). Wir parkieren gratis am offiziellen Camperstellplatz etwa 15 Minuten zu Fuss vom Zentrum entfernt. Sorry aber das Wetter ist wiederum einen Kommentar wert; es stürmt teilweise wirklich stark, gepaart mit kurzen Starkregenschauern. Im Dorf angekommen wagen wir trotzdem einen kurzen Spaziergang durch die engen Gassen mit den alten Fischerhäusern und zu einem Aussichtspunkt. Joli meint sogar – komm noch kurz hier rauf – kann ja nicht weit sein. Naja, es ist doch weiter als gedacht, Regen und Schweiss liegen in einem Wettstreit und vom Hunger wollen wir gar nicht erst reden – ja natürlich sind wir wieder auf leeren Magen unterwegs.

 

Die Restaurants öffnen um 11:30 und da fängt auch Olympia an, was Beni natürlich wieder schauen muss. Also brechen wir die Übung Aussichtspunkt 2.0 ab und laufen wieder runter. Wie fast immer hat natürlich das von uns auserwählte Restaurant heute nicht geöffnet. Und wie ebenfalls fast immer haben wir keinen Plan B. Also wählen wir zwischen den paar wenigen, die geöffnet haben einfach eines aus. Leider ist das Gebotene nur etwa Mittelklasse, obwohl wir immerhin die typischen Spezialitäten (bunte Kammmuscheln und Tintenfisch) probiert haben.

 

Das Dorf ist aber wirklich sehr schön und die Atmosphäre am Vormittag war herrlich ruhig und friedlich. Jetzt kurz nach Mittag strömen doch schon wieder ein paar Leute mehr hierhin und wir zupfens wieder in Richtung Parkplatz – Betty Blue erwartet uns, von Gischt bespritz, bereits sehnsüchtig. Dabei sind wir schon froh, das das Schild am Ortseingang uns mitteilt, wohin wir überall kommen, wenn wir hinten im Dorf (Sackgasse) wenden… Überall hin, wer hätte das gedacht.

SERANTES

Mann oh Mann «es chuutet wine Moore Moore» heute. Ursprünglich wollten wir in Cudillero übernachten aber so gross ist das Dorf nun auch nicht, darum entscheiden wir uns aber spontan zu Weiterfahrt, weiter Richtung Westen.

 

Bevor wir zum Campingplatz fahren, fahren wir zuerst noch einen Umweg zum Strand von Serantes. Beni wollte Joli kurz hinfahren, da er nachher keine Lust hat vom Camping noch dort runterzulaufen. Die Sonne scheint ein bisschen, als wir auf den Weg zum Strand abbiegen, dann plötzlich Wolken, Wind, Starkregen. Joli meint «blas mr doch id Schueh» und steigt trotzdem kurz aus, Beni harrt trocken im Auto aus. Auf dem Weg zurück, meint Beni dann, hier gefalle es ihm nicht - er will noch weiterfahren. 

SAN CIBRAO

Also nach San Cibrao, ein neuer Campingplatz kann Beni immer locken. Auf dem Weg hierhin durften wir mit ein wenig Schrecken feststellen, dass unser Camper über einen bisher geheimen Spurhalteassistenten verfügt. Gleich zweimal hat es uns aufgrund der wirklich extrem starken Seitenwinde, bei grossen Spurschwankungen auf der Autobahn den Tempomat, welcher auf 90km/h eingestellt war, rausgehauen und die Spur korrigiert.

 

Bei unserer Ankunft ist es mitten am Nachmittag und insbesondere Joli will unbedingt noch das «Haus» verlassen heute, da das Dorf bei der Anfahrt so freundlich ausgeschaut hat. Das Wetter ist alles andere als freundlich: «es schiffet quer»! Aber immerhin mal mehr und dann wieder mal weniger. Bei leichtem Regen und mässigem Wind machen wir uns auf den Spaziergang ins Dorfzentrum. Der mässige Wind verwandelt sich bereits nach der ersten Kurve in einen starken Sturm und da es sich erstens um Gegenwind handelt und wir zweitens leider keinen Spurhalteassistenten haben, kehren wir kurzerhand in eine der wenigen geöffneten Restaurants ein. Zu unserem Glück handelt es sich dabei um eine Cervezeria – juhuuuu. Bei Spiel und Bier (8 Bier für 20Euro!) trinken wir uns den Nachmittag und das Wetter schön und vor allem trinken wir uns Mut an, bevor wir uns durch den Sturm nach Hause durchschlagen, wo wir nach einer heissen Dusche den Abend mit einer «Suff-Carbonara» und für Beni eine «Trio-Dessert» ausklingen lassen.

 

Es windet wirklich extrem stark und mit einer Intensität und Ausdauer, wie wir sie noch selten erlebt haben. Die Schweizer, welche als einzige auch auf dem Platz sind, haben uns den Rat gegeben, wie sie hinter dem Duschhaus zu parkieren, da Windböen bis zu 100km/h erwartet werden. Jooo wir überlegen… Beni: wer sagt, dass der Wind nicht dreht – dann sind wir hinter dem Haus… Joli: wer sagt, dass das Haus stehen bleibt… Fragen über Fragen – wir bleiben, wo wir sind – und sind tataaaa am nächsten Morgen immer noch da.

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