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A Coruña

...in sicht!

Peter Reber singt ja schon so schön von der Biskaya im Winter und dann, dass es endlich südwärts geht und A Coruña in Sicht ist. Das wir uns an der Biskaya befinden haben wir bereits in Hondarribia bemerkt und uns gefragt, wo denn dieses A Coruña wohl liegt – sicher viel zu weit weg. Als wir dann auf dem Strassenschildern A Coruña lesen, beschliessen wir, dass wir uns das schon auch anschauen müssen, wenn's schon näher liegt als vermutet – auch wenn von «er Sunne entgägä» weit und breit nichts zu sehen ist (ausser ein paar Regenbögen). 

 

Dafür sehen wir einmal mehr spannende Strassenschilder. Die Kreisel haben hier zum Teil ganz andere Dimensionen als bei uns, bei sieben Ausfahrten sind wir froh, dass unser Navi nicht gerade hier wieder einen Hänger hat. Beni findet das kackende Männdli spannend – bei genauerem hinschauen sollte es wohl Tisch und Bank darstellen wo «Mann» draufsitzt…

 

Als A Coruña dann wirklich endlich in Sicht kommt, ist es eine kurze Freude, denn die haben die Strassen zu einem grossen Teil unterirdisch gebaut (was wir allerdings gar nicht so doof finden) und wir sehen, zwar auf dem Navi, an welch prunkvollen Gebäuden wir vorbei fahren aber die befinden sich fast alle über uns.

Paso Marino

Während Beni bis in den frühen Nachmittag seine Aufmerksamkeit der Olympiade widmet, macht sich Joli allein auf den Weg, um A Coruña und die nähere Umgebung zu entdecken.

 

Da die Chance besteht, dass Señor Perezoso noch mit in die Stadt kommt nach der Olympiade, nehme ich zuerst den Küstenweg in Angriff. Dort, ganz weit vorne ist auf der Karte alles schön grün eingezeichnet, da will ich hin.

 

Der Paso Maritimo führt direkt am Meer entlang und ist sehr kreativ gehalten, denn an jede Strassenlaterne (und das sind nicht gerade wenige) hat es beidseitig je zwei Fenster mit Kunstwerken drin. Und alle sind anders. Da hat sich jemand Mühe gegeben. 

Torre del Hércules

Beim Strandbad angekommen die Frage: rechts oder linksrum? Links - zuerst der Strasse entlang weiter, um dann über das Grün zurückzukommen. Beim Torre de Hércules steht, dass man immer ein Ticket braucht und da Beni schon mal nicht dabei ist, will ich den Turm von vorne, hinten, unten, oben, innen und aussen anschauen. Dass er heute wegen technischen Störungen geschlossen ist (was für technische Störungen kann ein Turm denn schon haben?!) erstaunt mich dann nicht wirklich. Dann halt nur von vorne, hinten, unten und aussen. Dafür hat es kaum Leute – aber WIND! Es windet mir den rechten Fuss vor den linken und «fasch wäri ufd Schnurre gheit». Unten am Meer sehe ich dann eine Gruppe Jugendliche eine Tanz-Choreografie aufführen und aufzeichnen. Ich kann kaum gerade laufen bei dem Wind und die Tanzen und hüpfen da unten herum. Huch!

PUNTA HERMINIA

Weiter geht’s zur übergrossen Muschel. Naja, als Kunstbanause finde ich das jetzt nicht so prickelnd und die erwarteten Töne gibt sie auch nicht von sich, aber das Meer ist faszinierend. Mit welcher Wucht das hier ans Ufer «brätschet» ist schon krass! Fast ein bisschen hypnotisierend. Aber der nächste Windstoss kommt so bald und bringt einem zurück in die Realität.

 

Schon wieder auf dem Rückweg kommen jetzt noch Megalithen, welche es zu bestaunen gibt.

 

Aber das Schiff, dass ich auf dem Weg dorthin sehe, dass gerade versucht, die Bucht zu verlassen fasziniert mich fast mehr. Man sieht erst, wie gross die Wellen draussen sind, wenn man sieht, wie das Schiff bis zur Hälfte immer wieder hinter den Wellen verschwindet. Und es muss ein grösseres Schiff sein, denn am nächsten Tag sehen wir eine Übertragung im Fernsehen, zum Thema Sturm, wo wir erfahren, dass die Fischer mit ihren Booten in A Coruña den Hafen schon seit über zwei Monaten nicht mehr verlassen konnten, um zu fischen.

Xardín das Palabras

Die Steine sind natürlich auch eindrücklich keine Frage und übrigens, wie man den Überschriften teilweise entnehmen kann, haben auch die Galicier wieder eine eigene Sprache wie schon die Basken, allerdings kann ich hier das ein oder andere Wort ableiten – habe zumindest das Gefühl.

CIDADE VELLA

Gute zweieinhalb Stunden später gehen wir noch die Altstadt besichtigen. Beni hat ein Restaurant ausgesucht und als wir dort um 14:30 eintreffen meint die Dame «más tarde Chicos!» Alles voll, kommt frühestens um 15:00 wieder. Also machen wir uns noch auf den Weg, um die Altstadt etwas zu erkunden. Beni meint er habe gesehen, dass es irgendwo noch einen Schinkenladen gibt, wo überall Schinken aufgehängt ist. Joli entdeckt ihn 2 Minuten vor der Mittagspause und wir kaufen uns noch 200 Gramm Serano Schinken und ein halbes Brot für 7 Euro.

 

Das wir die Altstadt vor dem Essen angeschaut haben ist gut so, denn nach dem Essen sind wir so voll, dass wir maximal noch zum Camper kugeln können. Es gibt je eine Vorspeise, eine Hauptspeise, ein Dessert, Brot und ein Getränk pro Person für nur 16 Euro! Wir platzen fast und fragen uns, wie die Spanier nach solch einer Futterorgie die Arbeit nochmals aufnehmen können und vor allem wie lange die wohl arbeiten müssen, wenn die Mittagspause irgendwo zwischen 14 und 17 Uhr ist…

 

Zu erwähnen ist auch noch; zwischen der Ankunft in A Coruña gegen Mittag und unserem Rückzug in den Camper gegen 17Uhr hat es nicht einmal geregnet heute – WOW! Dafür in der Nacht wieder umso mehr und als wir ausgeschlafen um 08:30 aufwachen ist es immer noch dunkel und es giesst in Strömen.

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Kommentare: 2
  • #1

    renate (Sonntag, 15 Februar 2026 18:36)

    danke liebe joli für die info und die bilder,immer eine freude,deinen bericht zu lesen,u danke lieber beni,das du derweil die betty blue gehütet hast.( mann weis ja nie ) muntsch ma

  • #2

    Benjoli (Mittwoch, 25 Februar 2026 21:49)

    Bitte haben wir beide gern gemacht - entdecken und hüten �