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Olite & Pamplona

Palacio Real de Olite

Unser heutiges Ziel ist Pamplona, unser letzter Halt in Spanien. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen Zwischenstopp in Olite. Hier thront auf einer kleiner Anhöhe eine hübsche Burg, für welche wir auch den Eintritt von knapp 9 Euro für 2 Personen als bezahlbar betrachten, zumal wir erfahren, dass die Burg eine Ruine war, welche originalgetreu wieder aufgebaut wurde. An anderen Orten bezahlt man ja manchmal für die Besichtigung von Ruinen mehr als das Doppelte. 

Obwohl schon fast Mittag ist sind wir noch fast alleine und können unsere Fotos ohne lästige Touristen darauf schiessen. Einzig ein paar Influenzas sind dabei irgendwas zu drehen; mit Gewichten hin und her schieben und so – muss man nicht verstehen.

 

Wir erklimmen ein Türmchen nach dem anderen, rauf und runter immer munter (naja fast – einmal mehr auf leeren Magen…). Kurz nach der Hälfte des Rundgangs spült es dann regelrecht Menschen in die kleinen Türme und Zimmer der Burg und wir verziehen uns schon langsam wieder Richtung Ausgang, damit wir im Dorf noch einen Kaffee trinken können bevor wir wieder Fahrt aufnehmen.

ALLES IN DIE WAAGSCHALE GEWORFEN

Auf der Fahrt von Oteli nach Pamplona wurden wir nach dem Passieren der Mautstelle schon von weitem von einem Polizisten auf die Seite gewunken. Wir sind etwas verunsichert, weshalb wir raus gewunken werden. Dann sehen wir die grosse, befahrbare Waage auf dem Boden und schnell wird uns klar, jetzt gilts ernst. Beni weiss sofort das wir heute definitiv mit Übergewicht (vollgetankt und der Wassertank mit 100 Litern frisch aufgefüllt) unterwegs sind und rechnet schon mit einer Busse. Die Vermutung bewahrheitet sich beim Blick auf die Anzeige, auf welche sowohl wir wie auch der Polizist freie Sicht haben. Wir sind mit 3600 Kilo ziemlich genau 100 Kilo zu schwer – also eigentlich Betty Blue. Aber da wir sicher auch schon das ein oder andere Kilöchen zugenommen haben, geht das wohl auf die Kappe von allen dreien.

 

Dem Polizisten scheint das aber egal zu sein, dieser winkt uns sogleich wieder von der Waage weg und fordert uns auf zur Weiterfahrt auf, denn hinter uns stehen schon die nächsten Transporter zum Wiegen bereit. Na ja, wer weiss, vielleicht wurde unser Kennzeichen ja gefilmt und es kommt dann auch mal noch ein Schreiben mit der Post nach Hause.

 

Beni muss dann später natürlich noch ein wenig Recherche betreiben, wie das Thema «Überladung» in Europa generell gehandhabt wird. Wir haben Glück denn Spanien ist eher grosszügig mit seiner Toleranz von 5% auf das zulässige Gesamtgewicht, also in unserem Fall 175 Kilo, was somit ohne Busse toleriert wird. 

PAMPLONA

Auf dem zentralen Stellplatz in Pamplona kommen wir dann in ein kurzes Gespräch mit einem pensionierten Paar aus dem Kanton Bern, bevor wir in die Stadt marschieren, wir haben natürlich Hunger und brauchen aber auch noch etwas Bewegung, da wir die Wüstenrundfahrt heute Morgen doch nicht mit dem Velo gemacht haben. Schon während dem Schwatz auf dem Parkplatz fängt es wieder einmal an zu regnen obwohl für heute gutes Wetter angesagt war.

 

Das Altstadt-Besichtigungsprogramm ist schnell abgespult, wir haben eigentlich auch nicht mehr so gross Lust auf Städte. Die Gebäude, Gassen und vor allem die Kirchen fangen doch langsam an sich zu wiederholen. Wir wollen eigentlich viel lieber wandern, Velo fahren und etwas aktiver in der Natur unterwegs sein, aber bei kaltem, windigen Wetter mit Dauerregen macht das halt auch nicht so Spass. Wir sind erstaunt, wie kalt es hier wieder ist, nachdem wir heute Morgen mit offenen Fenstern durch die Wüste gecruist sind.

 

Wir beschliessen ein letztes Mal ein spanisches Drei-Gänge-Mittagsmenu zu geniessen und erwischen auch noch eines, das im Preis eine halbe Flasche Wein pro Person beinhaltet. Wie schön! Wir platzen fast aus allen Nähten, als wir uns auf dem Heimweg machen. Anstatt wieder unter dem Stadttor durch zum Parkplatz zu gehen, nehmen wir den etwas längeren Weg oben herum durch den Park. Während wir vor uns Sonne und blauen Himmel sehen, peitscht uns der Regen dank dem Wind eiskalt ins Gesicht. Zur ihrer Verteidigung (ist ja klar wer den längeren Weg wollte) meint Joli (klar, als hätte sie das vorher gewusst…) «Guck dafür hast du da vorne zum Runterfahren einen Lift – super, oder?» - «Aaah ja und wieso haben wir den nicht schon beim Raufgehen benutzt?!?!». Äs isch nid eifach. Beim Camper angekommen, ist wieder heiter Sonnenschein, Petrus, das ist eine Schweinerei.

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Kommentare: 3
  • #1

    Erika u Urs (Dienstag, 24 Februar 2026 10:11)

    Tolli Fotos und interessanti Reisebrichte. Hei öie Spaniereis bis jetz jede Tag verfouget. Mir göh morn mit Thesi u Peter uf Rhein. Schicke de öppe es Föteli. Lg Erika u Urs

  • #2

    Therese u Peter (Dienstag, 24 Februar 2026 13:41)

    Ich kann mich Erika nur anschliessen����
    Eigentlich müsstest du es an eine Zeitung weiterleiten können.
    Einfach sehr interessant spannend und man kann euch spüren ( so wäge längeren Spaziergang und Regen ��)
    Vielen lieben Dank, geniesst es und heit sorg
    Tschüss ihr Lieben Therese u Peter

  • #3

    Benjoli (Mittwoch, 25 Februar 2026 21:44)

    Hey ihr vier Lieben
    Danke für eure Kommentare, das freut uns sehr. Geniesst es auf dem Rhein. Wir hoffen ihr habt kein Hochwasser. Geniessen werdet ihr es sicherlich.