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Über Spanien

Zahlen & Daten

Nach 17 Tagen in Nordspanien düsen wir nun weiter nach Frankreich genauer gesagt nach Biarritz. Nicht dass ihr denkt wir vermissen bereits unsere Jobs und basteln deshalb Statistiken, aber wir wollen euch doch auch etwas mit unseren Zahlen und Daten beelenden. Und das ein oder andere Kuriose war auch dabei.

 

Wir haben uns ein maximales Budget pro 30 Tage gesetzt, welches im Vergleich zu Weltreise theoretisch rund 35% höher ist, da Europa wesentlich teurer ist als Südamerika und Asien es sind, wo wir das letzte Mal hauptsächlich unterwegs waren. Aktuell wollen wir aber versuchen mit dem gleichen Budget wie auf der Weltreise zurecht zu kommen und darauf basieren auch die Berechnungen in %.

 

Seit wir von zu Hause los gefahren sind haben wir bereits rund 3134 Kilometer zurückgelegt (mit dem Camper, dem Velo, zu Fuss oder Bussen). 1931 Kilometer davon in Spanien mit unserer Betty Blue. Wir sind in Spanien also ca. 28.5 Stunden gefahren, haben also eher kleinere Tagesetappen zurück gelegt. Wir waren aber auch nicht sehr schnell unterwegs, im Schnitt mit 59km/h.

 

22% von unserem Budget ging für den Transport drauf wobei Diesel und Mautgebühren das meiste davon ausgemacht haben. Busfahren ist in Spanien sehr günstig und kostet selten über 1Euro. Der günstigste Dieselpreis war übrigens 1.22 pro Liter und nach einer raschen Frankreich Durchquerung kamen uns die Mautgebühren hier auch sehr günstig vor und fielen viel seltener an – wobei die Autobahnen auch sehr viel holpriger sind in Spanien als in Frankreich.

 

Mit dem Velo sind wir aufgrund des eher schlechten Wetters nur einmal in Santander unterwegs gewesen und haben dort rund 41 Kilometer zurückgelegt.

 

Obwohl wir in unserer Betty Blue schlafen dürfen, fallen natürlich trotzdem Kosten für Übernachtungen an, allerdings machen diese aktuell nur 11% des Budgets aus. Da im Februar nur wenige Campingplätze geöffnet haben sind wir nur 6x auf 5 verschiedenen Campingplätzen gewesen und 11x auf Stellplätzen wovon aber 5 gratis waren. Der Unterschied von Stellplätzen zu Campingplätzen ist, dass dies mehr oder weniger Parkplätze sind, wo man aber in der Regel auch Ver- und Entsorgungsstationen und Strom hat. Man hat aber keinen Platz, um Stühle und Tische rauszustellen und in der Regel auch keine Duschen und Toiletten.

 

In unserem Bereich Sonstiges fällt alles, was unter Sightseeing, Eintritte etc. geht und auch das Wäsche waschen. Aufgrund der eher teuren Fussballtickets sind wir auf 12% gekommen, ansonsten war nämlich nur der Eintritt in eine Burg und einmal Waschen dabei.

 

Was schlägt wohl am meisten zu Buche? Na klar - Essen und Trinken mit 54%. Bei der letzten Reise war alles, was Essen und Trinken war unterteilt in Restaurant, Streetfood, Supermarkt und Café. Joli hat dieses Mal auf eine zusätzliche Unterrubrik Alkohol bestanden, denn da die Restaurant Besuche oft ihr zu Lasten gelegt werden, wollte sie wissen, wie häufig davon den eigentlich nur Alkohol getrunken wurde (was dann doch eher auf Benis Kappe geht).

 

Wir waren in Spanien 22x in Restaurants, teilweise 4x täglich. Hier muss man aber zu unserer Verteidigung sagen, dass wir oft auf ein Getränk mit 3-4 Pintxos eingekehrt sind und selten ganze Menus verschlungen haben.

 

12x waren wir in einem Café und 11x haben wir ausschliesslich Alkohol konsumiert (wobei man sagen muss, dass dieser auch in der Kategorie Restaurant nicht zu kurz kam, aber Beni besteht darauf; sobald es nicht nur Bier ist und ein Snack oder ein nichtalkoholisches Getränk dazukommt ist es nicht mehr in der Rubrik Alkohol. Pah! Seht ihr; traue keiner Statistik, die du nicht selbst zusammenbeschissen hast.

 

Wir waren 9x im Supermarkt, darunter 3-4 «Grosseinkäufe» und ansonsten Kleinigkeiten für den täglichen Bedarf.

KURIOSES

Wir waren in Spanien in 7 von 15 Regionen auf unserer Spanien Tour vorbei wir bei einigen natürlich nur am Rande gekratzt haben. Wir waren im Baskenland, Kantabrien, Asturien, Galicien sowie in den Regionen Kastilien & Léon, La Rioja und Navarra. In diesen Regionen sind wir nebst Spanisch, dass auch als Kastilisch bezeichnet wird noch zwei weiteren offiziellen Sprachen begegnet; Baskisch und Galicisch. Beim Galicischen hatten wir das Gefühl irgendwie etwas vom Spanischen ableiten zu können beim Baskischen – Bahnhof!

 

Einem echten Stier sind wir zwar nie begegnet aber das ein oder andere Mal haben wir ein riesiges Model auf einem Hügel stehen sehen. Es handelt sich hierbei um den Osborne-Stier. Scheinbar war dies ursprünglich zu Werbezwecken für den Brandy Veterano der Osborn-Gruppe gedacht, hat sich jedoch zu einem nationalen Symbol Spaniens entwickelt.

 

Bei uns sind ja die Tapas, die kleinen Appetithäppchen aus Spanien, sehr bekannt. Umso irritierter waren wird, dass wir diese auf unserer Rundreise nicht wirklich gefunden haben. Wieso? Tapas isst oder nennt man sie eher in Südspanien und am häufigsten in Katalonien. Pintxos basieren zwar auf der Tapas Idee wurden aber von den Basken zu etwas ganz eigenem Weiterentwickelt und diese findet man entsprechend eher in Nordspanien. Wir persönlich finden die Pintxos schon rein optisch viel genialer, da es teilweise richtige Kunstwerke sind. Das Einzige, was Joli hier bemängelt, ist das Pintxos ohne Ausnahme immer mit oder auf Brot serviert werden.

 

Auch die Essenszeiten und somit die Arbeitszeiten sind sehr spannend. Während die Essenszeiten respektive zumindest der Zeitpunkt des Mittagessens zwischen 13:30 und 16:30Uhr für uns perfekt war (zumindest für unseren Reiserhythmus), hätten wir dann doch etwas Mühe dafür bis 20Uhr arbeiten zu müssen. Wir sind in Spanien meistens pünktlich aufs Mittagessen an einem neuen Ort eingetroffen, dafür hatte natürlich alles andere in dieser Zeit geschlossen, weshalb wohl auch oft tote Hose herrschte.

 

Zwischen 8:30 und 9Uhr beginnt in der Regel der Arbeitstag bei den Spaniern, unterbrochen von einer Mittagspause irgendwo zwischen 13:30 und 16:30 und dann nochmals bis 20Uhr mallochen. Dann noch gegen 21Uhr Abendessen. Phu, um diese Zeit gehen wir zu Hause bereits Richtung Bett, da wir zwischen 6 und 7Uhr mit der Arbeit beginnen.

 

Die ausführlichen Strassenschilder haben wir ja bereits einmal erwähnt, dass man unzählige Fahrzeuge aufzeichnen muss, die nicht auf die Autobahn dürfen finden wir schon sehr spannend zu mal sogar ein Pflug abgebildet ist.

 

Was auch interessant ist, wir sind immer geduzt worden. Das sind wir uns von Südamerika und Joli vor allem von Ecuador gar nicht gewohnt, dort wird selbst unter guten Freunden die Höflichkeitsform benutzt, um einer Person einen besonders grossen Respekt zu erweisen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Barbara (Sonntag, 08 März 2026 10:29)

    Hallo Zäme
    Schön dass i darf mitreise. Es isch spannend ds gseh wie d'Sache anders usgsuecht u gseh wärde. Wahrschynlech sit dir ja itze scho uf dr Insu. Vo Irland kenneni gar nüt. Das chunnt de öppe nächst Jahr dra. Nach öier Zämestellig vo de Chöste isch aber de äs grosses Frage Eiche uftoucht. Dir wüsse garantiert dass es in Skandinavien wahnsinnig tüür isch Alkoholds konsumiere u für ne ds koufe gits nume Speziauläde. I hoffe dass öies Budget da mit chunnt. Gniessets uf aui Fäu witer. I wünsche o gaaaaanz guets Wätter u geng gnue Luft ide Pnö. Liebi Grüess u ä schöne Sunntig���

  • #2

    Benjoli (Dienstag, 10 März 2026 11:51)

    Hoi Barbara
    Freut üs reisisch mit. De chasch ja de für Irland gd chli öppis abluege. Jaaaaa ds wüsse mr u nei üses Budget macht de da nüm mit. Wo angeri Dry January mache, mache mir de Dry Skandinavia. Aber bis denn Degustiere mr no was mr chöi a Bier u Cider in GB.
    Grüessli