Nach zwei Nächten in Biarritz düsen wir für die nächsten Nächte weiter nach Arcachon. Unterwegs muss aber Betty Blue auch mal unter die Dusche, sie steht vor Dreck.
Der Stellplatz ist etwa 10 Kilometer ausserhalb der Stadt. Von hier aus starten wir mittags bei «sommerlich» (immer diese masslose Übertreibung – ca. 14 Grad) warmen Temperaturen, mit dem Velo einen kleinen Ausflug zur Düne von Pilat und danach wollen wir uns noch die Stadt ansehen.
Beni hat im Camper die kurzen Hosen bereits angezogen sich aber dann doch dagegen entschieden, was sich später als richtig erweisen wird. Joli hat sich dafür schlauerweise entschieden nebst den Turnschuhen die Sandalen einzupacken und den Putzaufwand nach der Dünenbesteigung geringer zu halten – ebenfalls eine gute Entscheidung.
Von weitem sehen wir etwas, das wie eine Düne aussieht – aber die ist ja gewaltig hoch – das kann nicht sein. Nach etwa 30 Minuten radeln kommen wir am Ausgangspunkt, einem grossen Parkplatz mit Minidörfli an. Hier ist verhältnismässig viel los, was die Touristen angeht, jedoch genauso wenig wie bisher, was die geöffnete Infrastruktur betrifft. Velos anketten und los. Und nach ein paar Schritten (und Beobachtungen wie andere ihre Schuhe versuchen vom Sand zu befreien) wieder zurück. Beni lässt sich doch überzeugen die mitgebrachten Sandalen anzuziehen.
Nach ein paar Schritten durch einen Wald stehen wir auch schon am Fusse der Düne. Es geht ziemlich steil hinauf und im Winter ist die touristenfreundliche Treppe nicht montiert. Huuuuui! Wir beobachten unzählige Menschen, die sich den Weg hoch kämpfen, meistens auf Händen und Füssen. Wir schaffen es auf den Füssen zu bleiben und klettern die steile Düne bei Sonnenschein und blauen Himmel hoch, voller Vorfreude auf die geniale Aussicht, die man dort oben haben muss. Einzelne Nebelschwaden, schleichen sich an der Seite an uns vorbei.
Auch wir benötigen ca. 10 Minuten, bis wir oben angekommen sind und bemerken erst jetzt, dass das Wetter in kürzester Zeit völlig umgeschlagen hat. Rund um uns herum ist nur noch stockdichter Nebel, welcher uns, getrieben durch einen kräftigen, kalten Wind, ums Gesicht schleicht und die gesamte Sicht vermiest. Statt einen grossen schönen Wald hinter uns, das Meer vor uns und die 3.5 Kilometer lange Düne links von uns sehen wir NICHTS.
AH JETZT JA!
Wir sind geduldig (jemand mehr, der andere weniger) und frieren uns nach den angenehmen Temperaturen von vorhin hier oben wortwörtlich den Arsch (und alles andere auch noch) ab. Wir laufen hin und laufen her, die Sicht bleibt die gleiche. Aber nach ungefähr einer Stunde warten werden wir (ein bisschen) belohnt. Nun erkennen wir, was wir schon wissen; die Sanddüne ist riesengross und kilometerlang, wir sehen ein paar Bäumer mehr auf der einen Seite und den Strand unten an der Düne auf der anderen Seite. Auch das Meer ist nun weit unten zu sehen. Dennoch sind wir letztendlich etwas enttäuscht und vor allem durchgefroren und machen uns an den Abstieg. Dieses Mal nehmen wir den nicht ganz so steilen «Weg».
Joli will noch den Schwenker um die Düne rum machen, um diese von unten in ihrer ganzen Pracht zu sehen – jetzt wo der Nebel weg ist. Vom Strand aus, sieht sie allerdings nicht mehr annähernd so hoch aus und wo vorher Nebel war, sind jetzt dichte Wolken, was Beni wohl schon vermutet hat, denn er ist pflichtbewusst oben bei den Velos geblieben und hat diese bewacht.
Froh wieder zu Hause zu sein (die Stadt haben wir ausgelassen), geniessen wir die heisse Dusche (nachdem wir uns den Weg zu den Sanitäranlagen erkämpft haben – es sieht eher aus wie ein umgepflügter Acker und nicht wie ein Weg) und igeln uns im Camper ein.





























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renate (Freitag, 27 Februar 2026 07:43)
den fotos nach zu urteilen,haben die dünen doch einen starken eindruck hinterlassen! ist auch bei mir angekommen,smile !