Rundweg der Alignements
Eigentlich würde man den Rundweg mit dem Musée de la Préhistoire in Carnac beginnen, aber da es über Mittag geschlossen ist und wir ziemlich genau dann ankommen, fällt das aus, zumal wir sowieso nicht so grosse Museumsgänger sind. Wobei dieses wahrscheinlich wirklich interessant wäre, sollen doch dort die meisten prähistorischen Sammlungen von ganz Europa zu sehen sein.
Michel’s Grabhügel
Also starten wir unseren Rundweg von rund 11 Kilometern beim Tumulus du Mont Saint-Michel. Wir sehen einen Hügel mit einer Kapelle und gehen davon aus, dass dort wohl das Grab ist. Später beim Texten lesen wir dass es sich um ein kolossales Gebäude handelt (125 Meter lang, 60 Meter breit und 10 Meter hoch). Also wie jetzt und wo? So gross ist die Kapelle nun wirklich nicht. Aaah der Hügel ist das Gebäude respektive ein Grabhügel mit Gewölben aus den 5 Jahrtausend v.Chr. *potz tuuusig* (wir haben zur Veranschaulichung ein Bild unter www.wikimedia.org gefunden und hochgeladen). Da wir in diesem Moment nur den Hügel mit Kapelle sehen, gehen wir ziemlich unbeeindruckt weiter.
Menhirfelder
Wir laufen auf einem schönen Weg an Wiesen und Bäumen vorbei und durch das Dorf Cloucarnac zu den Alignements de Kermario. Das Feld ist 1200 Meter lang und 100 Meter breit und man kann dort mehr als 1214 Menhire in 10 Reihen bestaunen. Beni verdreht theatralisch die Augen, dabei sollte er froh sein, dass es Joli reicht die Steine von weitem anzuschauen und sie nicht jeden einzelnen unter die Lupe nehmen will – es kommen nämlich noch viele mehr. Wir lassen die Kermario-Steine aber wortwörtlich links liegen (bis auf ein paar wenige Fotos), denn der Weg macht eine 8 und wir kommen an diesem Feld, dann auf der anderen Seite nochmals vorbei, respektive wollen auf dem Rückweg dann drüber laufen.
Von hier aus startet wohl ein häufig gelaufener Rundweg, denn es sind Wege und Stege und Brücken angelegt, um von einem Feld zum anderen zu laufen. Als nächstes gehen wir weiter Richtung Alignements du Kerlescan, dieses Feld sehen wir von Ende unseres Rundweges und geniessen während der Betrachtung eine Tasse Tee und ein paar Mandeln (mehr Proviant haben wir wieder mal nicht dabei). Beim Alignements du Manio finden wir auch den Géant (Riesen) von Manio, welcher 6.5 Meter hoch ist und mittlerweile etwas von den tollwütigen Touristen abgeschottet wurde, da die vielen Besucher den Bereich um den Mehir zerstört haben. Allerdings musste seither auch noch ein Schild angebracht werden, man solle keine Steine auf den Riesen werfen, dass bringe kein Glück. Manchmal zweifeln wir schon etwas an der Intelligenz unserer Spezies…
Joli entdeckt dort sogar noch einen ganz speziellen Stein (letztes Bild); den «Mürggu» ein nicht allzu seltener Stein aus dem Berneroberland. Allerdings kommt er selten als «Wandermürggu» vor und somit ist seine Entdeckung zwischen all den uralten Steinen in Frankreich eine Sensation.
Wir kommen wieder am Kermario-Feld vorbei und laufen dort auch zwischen den Steinen hindurch (ist zu Jolis Glück erlaubt). Einige dieser Steine sind ziemlich gross und hoch. Wenn man sich etwas informiert (auch hier gibt die Seite www.hominides.com/musees-et-sites/les-alignements-de-carnac viele Infos) ist es schon beeindruckend hier zu stehen, wenn man bedenkt, dass das, was wir sehen, eigentlich nur noch die Überreste von etwas sind, dass zwischen 7000 und 6500 v. Chr. erbaut wurde und man weiss bis heute nicht genau, was oder wofür es eigentlich war.
Beni hat langsam die Schnauze voll von den Steinen, aber es geht noch weiter zu den Alignements du Ménec. Nochmals rund 1236 Steine über eine Länge von 1165 Metern, eine Breite von 100 Metern in 11 Reihen. Die höchsten Steine sind bis zu vier Meter hoch. Aber jetzt ist es geschafft, wir haben tausende von Steinen gesehen und machen uns nach knapp drei Stunden auf den Rückweg. Übrigens die Anzahl Menhire, Meterangaben etc. sind nicht in Stein gemeisselt, denn auf jeder Seite wo wir ein bisschen etwas über das Thema gelesen haben, sind andere Angaben. Fakt ist; es waren viele, sehr viele!
STEIN WANDERUNG – ZUSAMMENFASSUNG VON BENI
Beni mag Steine nicht sonderlich, er hat auch schon um Stonehenge einen Bogen gemacht. Aber wir haben trotzdem 3 Stunden Steine geguckt. Kleine Steine, mittelgrosse Steine, grosse Steine, in einer Reihe angeordnet oder auch asymmetrisch verteilt, mit Moos bewachsen oder auch nicht, es war alles dabei.
















































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