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Ploumanac'h

Sentier des douaniers (GR 34): Borne 21 - Port de Ploumanac'h

Nach einer ruhigen erholsamen Nacht machen wir am Morgen ein paar Sandwiches, denn Joli weiss – sonst gibt’s den ganzen Tag nix. Beni übernimmt das und er nennt Jolis Laptop ja schon immer «Schniidbrätt» aufgrund der Grösse, aber als er sich entscheidet das Brot für die Sandwiches auf dem Laptop zu schneiden, mit der Bemerkung, dies sei sicher besser als direkt auf dem Tisch (nebenbei bemerkt, wir haben sonst auch ein richtiges «Schniidbrätt» dabei…) findet Joli das dann schon etwas grenzwertig. 

ROSASCHWEINCHENSTEINCHEN

Nach getaner Arbeit schnüren wir bei Prachtswetter die Wanderschuhe. Bereits um 9Uhr erreichen wir, nach einem kurzen Weg durch den Wald, die Küste und sind sogleich hin und weg, einfach nur WOW (und das obwohl Beni Steine ja bekannterweise nicht mag).

 

Der erste Eindruck der rosa Granit-Felsenformationen haut uns um. Zusammen mit der Morgensonne ein sensationeller Anblick. Sogar Beni steht da und sagt «man weiss gar nicht wo schauen – sooo schön!» und macht fleissig Fotos mit dem Handy und das soll was heissen.

 

Es führt ein schön gemachter, eingezäunter Weg entlang der Küste mit vielen kleinen Abzweigungen, um näher zu den Felsen zu kommen. Wir lassen keine einzige aus. Es hat auch immer wieder Schilder, die aufzeigen, wie der Weg in den 90er Jahren ausgesehen hat und wie er heute aussieht. Früher wurde jeder Quadratzentimeter niedergetrampelt, heute erholt sich die Umgebung abseits des Weges und ist schön anzusehen. Wir finden sogar den etwas versteckten Weg zum Leuchtturm. Hier entdeckt Beni dann auch noch einen gut versteckten, vermutlich privaten Pizzaofen, inklusive Fussbad - WOW - und es soll nicht der letzte bleiben. Nach dem Leuchtturm verputzen wir aber erstmal unsere Sandwiches, bei herrlichem Ausblick. 

DER ULTIMATIVE PIZZAOFEN

An einer kleinen Bucht mit Sandstrand thront ein grosses Hotel und davor mitten in der Bucht bei Ebbe, thront schon wieder ein Pizzaofen, Beni ist begeistert, dieser ist sogar öffentlich. Wir entscheiden uns gegen lecker Bierchen im geöffneten Restaurant (ja das gibt's) und wandern weiter.

MÄRCHENSCHLOSS

Ein paar Minuten später entdecken wir dann weit draussen auf einer kleinen Insel (also bei Flut wäre es eine Insel, jetzt könnte man sogar hinlaufen) ein wunderschönes Schloss. Es sieht aus wie gemalt oder eben wie aus einem Märchen. Joli möchte es gerne kaufen, Beni winkt ab mit der Bemerkung das keine Strasse dorthin führt und der Aufwand zum Putzen immens sein müsse.

 

 

Wir nehmen uns den ganzen Morgen dermassen viel Zeit, das wir ganze 3.5 Stunden brauchen, um in das nur 4,4 Kilometer entfernte Dorf Saint Guirec respektive den Hafen von Ploumanac’h zu gelangen. Wobei Hafen aktuell übertrieben ist. Denn die Bucht hat eigentlich kein Wasser und die Schiffe liegen auf Sand. Mit einer Ausnahme. Ein Schiff mit Füsschen. Sieht geil aus.

Sentier des douaniers (GR 34): Port de Ploumanac'h - Plage de Trestraou

Etwas später sind wir dann wieder an der Pizzaofenbucht. Nun gibt es lecker Bierchen und Cidre zur Stärkung, um den Rückweg in Angriff zu nehmen. Beni montiert noch kurz die kurzen Hosen und los geht’s. Zurück sind wir dann um einiges schneller und unterwegs mit vielen, vielen anderen Menschen. Am Morgen waren wir praktisch noch alleine bis auf ein paar Jogger (was diese Franzosen joggen, geht unter keine Kuhhaut – die scheinen ständig auf der Flucht zu sein und rennen wie Irre im Zeug rum). 

IMMER WEITER WOLLEN WIR

Zurück an unserem morgendlichen Ausgangspunkt entscheiden wir spontan auch noch in die andere Richtung der Küste entlangzuwandern, da es noch früh ist und der Stellplatz nicht so zum Verweilen einlädt. Nach einiger Zeit erreichen wir den Strand von Trestraou. Hier kaufen wir uns im Supermarkt - na was wohl? - lecker Bierchen und Glacé, welche wir auf einer Bank am Strand geniessen. 

Sentier des douaniers (GR 34): Plage de Trestraou - Parc des sculptures

Gegen 15.30 Uhr, nach 5 ¼ Stunden und ca. 9 Kilometern wandern, erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt. Wir machen noch den ungewollten Umweg über einen Campingplatz ohne Ausgang, wieder zurück und noch kurz zu einem Park mit Skulpturen. Beni ist jedoch zu müde und mag nicht mehr und zieht gleich weiter nach Hause – wo er kurz darauf an der gleichen Stelle steht wie vor 20 Minuten auf dem Campingplatz nur halt jetzt auf der richtigen Seite des Zauns. Joli folgt ein paar Fotos und 10 Minuten später auch.  

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