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Über Frankreich

Zahlen & Daten

Die Ausgaben für den Transport sind mit 34% ganze 12% höher als noch in Spanien. Und wir haben nicht mehr Kilometer hingeblättert: sondern sogar etwas weniger, rund 1808 Kilometer in 34.5 Stunden. Weniger Kilometer in mehr Stunden? Wir sind etwas langsamer unterwegs gewesen, nur 52km/h also rund 7km/h weniger als noch in Spanien – Grund: die Maut ist in Frankreich einfach teurer als in Spanien, deshalb haben wir auch mal auf die Autobahn verzichtet. Trotzdem machen die Mautgebühren (nur 5x) immerhin 27%. Sagenhafte 71% gingen für Diesel drauf – das hat auch mit dem Krieg zu tun. Die Preise sind auch hier rasant angestiegen den höchsten Preis haben wir mit 1.74 erreicht (im Vergleich zum tiefsten in Spanien von 1.22).

 

Fazit:

Bier ist jetzt billiger als Benzin (sogar in Frankreich)!

Fahr nicht fort - sauf im Ort!

 

Wir waren in Frankreich dafür doppelt so oft mit dem Velo unterwegs, als in Spanien; also zwei Mal - KRASS. Immerhin 108 Kilometer und 6.5 Stunden sind wir geradelt.

 

Dafür haben wir immerhin auch zwei Wanderungen gemacht – 22 Kilometer und rund 9 Stunden (inkl. Pausen, hunderten von Fotos und einer teilweise gemächlichen Gangart). Mal abgesehen davon, dass wir ja auch sonst andauernd in den Städten viel zu Fuss unterwegs sind, aber das tracken wir halt nicht. Wirklich! Wir haben in der Tat keinen Schrittzähler! Man muss ja schliesslich nicht jeden neumodernen Quatsch mitmachen, aber die «grösseren» Wanderungen/Spaziergänge notieren wir schon, nicht das es dann heisst Benjoli können nur Essen und Trinken.

 

Aber ja das können wir auch und sogar sehr gut. Die Verpflegung hat mit 46% erneut gewonnen, wenn auch dieses Mal unter 50%. Restaurant 57%/11x, Supermarkt 26%/11x, Alkohol 13%/12x, Café 4%/5x. Wir haben das ein oder andere Mal mehr gekocht als noch in Spanien und waren aber trotz der horrenden Preise fast gleich häufig im Apéro. Statt einem grossen Bier gab es hier aber immer nur ein kleines, da selbst ein kleines Bier teurer war als ein grosses in Spanien.

 

Für den Schlafplatz haben wir ähnlich viel ausgegeben wie in Spanien.

Stellplatz 51%/6x, Campingplatz 36%/6x, Parkplatz 13%/2x und 4x haben wir gratis irgendwo übernachtet. In Frankreich war es sehr viel schwieriger bereits geöffnete Campingplätze zu finden als noch in Spanien.

 

Sonstiges ist mit 9% erneut der kleinste Posten. Beim Diversen (34%) schlägt Jolis neue Jacke zu Buche, Waschen ist mit 28% einfach immer noch zu teuer, dafür dass man alles selber machen muss und Eintrittspreise sind mit 23% noch Bescheiden, was aber daran liegt, dass einfach vieles um diese Jahreszeit noch geschlossen ist.

 

Alles in allem haben wir 85% von unserem geplanten Budget verbraucht. Wir liegen also noch im Soll.

Kurioses

Schon ganz am Anfang meint Beni: «Schau, die Franzosen gehen auch immer gleich vom Schlimmsten aus!» Grund; das Zeichen für eine Unfallmeldung war nämlich ein Auto, das auf dem Dach liegt.

 

Die Franzosen führen zwar nicht wie die Spanier sämtliche möglichen und unmöglichen Fahrzeuge auf, die nicht auf die Autobahn dürfen, dafür haben wir Autobahneinfahrten gesehen, die auf der rechten Strassenseite mit einem Linksabbiegeverbot und auf der linken mit einem Rechtsabbiegeverbot versehen waren… Das bedeutet: genau du musst geradeaus fahren. Mensch, waren wir froh, dass dies so klar signalisiert war.

 

An das Kreisel-Links-Blinken haben wir uns bis zum Schluss nicht ganz gewöhnt und auch nicht, dass die Franzosen ihre Tricolore im Strassenbau einbinden.

 

Wenn es etwas gibt, dass Joli nach knapp 3 Wochen Frankreich nicht mehr hören kann ist es: «Ja klar, was erwartest du denn, wenn die nur 35 Stunden arbeiten, dann reicht es dafür nicht auch noch!» Nach französischem Recht liegt die wöchentliche Arbeitszeit bei 35 Stunden, das heisst man bräuchte, aus unserer Sicht, auf der Strasse auch nicht immer so zu drängeln. Furchtbar, der Verkehr ist viel weniger entspannt als noch in Spanien. Einzig die Autos und Traktoren, die wir bei Ebbe im Meer haben rumfahren sehen, die hatten keinen Stress und das, obwohl das Wasser schon auf dem Rückweg war.

 

Ob es daran lag, dass dem Mitarbeiter die Arbeitsstunden ausgegangen sind und er «juflen» musste oder ob es einfach eine Sonderheit in Frankreich ist haben wir nicht rausgefunden, aber wir haben etliche Ortsschilder entdeckt, die auf dem Kopf montiert wurden…

 

Die Arbeitszeiten spiegeln sich zum Beispiel sehr schön in Öffnungszeiten von Poststellen wider (wir brauchten mal eine, daher wissen wir das so genau): Vormittag offen & Nachmittag zu, oder 10:00 - 11.30 und 14:00 – 15:30 Uhr und solche Spässe. Der Päckliversand ist aber auch nicht ohne. Da kannst du schon mal einen Mitarbeiter (und die Kunden) für 30 Minuten beschäftigen und das Porto kommt dann auch noch (fast) gleich teuer wie der Inhalt. Huch…

 

So gerne Beni auch über die 35 Stunden Woche lästerte, eines müssen wir sagen. In kleineren Restaurants sehen wir Leute, die häufig allein einen Wahnsinns Job machen. Und es gibt dann trotzdem auch Geschäfte, die am Sonntag, bis mittags noch geöffnet haben. Dafür wirken wiederum ganze Städte Sonntag & Montag wie ausgestorben weil alles zu hat.

 

Übrigens haben wir in Frankreich auch Cervelat entdeckt. Da sie aber eher wie Lyoner aussah, haben wir sie nicht probiert. Aber wir haben Supermärkte gesehen, die ein wahres Paradies waren.

 

Uns ist aufgefallen, dass wir in Frankreich viel weniger Brot gegessen haben als in Spanien. Dort gab es zu allem immer Brot in den Restaurants, in Frankreich viel weniger und wenn doch, dann weniger gutes. Das hat uns dann doch erstaunt. Wir haben es übrigens verpasst auch nur ein einziges Croissant zu essen – Schande über unser Haupt. Und von den Moules-Frites, die keine Saison haben, wollen wir hier nicht nochmals reden – die Enttäuschung sitzt zu tief!

 

Dafür ist es schön, dass Joli mit dem Cider respektive in Frankreich Cidre trinken, nicht bis Irland warten musste. Auch wenn es etwas speziell ist, dass man das Cidre hier oft in einer Tasse serviert bekommt.

 

Auch in Frankreich sind wir durch mehrere Regionen gereist, die ihr sicher dem Namen nach auch kennt; Aquitanien, das Loire Gebiet, die Bretagne und die Normandie und auch hier waren wir wieder am Ende der Welt im Département Finistère in der Bretagne. «Finistère» kommt aus dem Lateinischen (Finis Terrae) und bedeutet «Ende der Erde». Allerdings haben wir hier aus Schlechtwettergründen den äussersten Punkt nicht auch nochmals aufgesucht.

 

 

Das Wusstet ihr, dass es auch in Frankreich mehr als nur französisch gesprochen wird? Frankreich hat sogar 75 Regionalsprachen und Dialekte wobei Bretonisch, Okzitanisch, Elsässisch, Korsisch und Baskisch als kulturelles Erbe geschützt sind. Entsprechen trifft man auch hier auf zweisprachige Orts- und Verkehrsschilder.

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Kommentare: 1
  • #1

    renate (Dienstag, 17 März 2026 17:58)

    lieber beni,zum romane- schreiben ,langts noch nicht,drum üben,üben. . . �