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Mizen-Halbinsel

Die Mizen-Halbinsel (irisch Carn Uí Néid, englisch Mizen Head) ist die südlichste der fünf südwestlichen Halbinseln Irlands und somit der erste der fünf sogenannten Fingern, die wir erkunden wollen.

MIZEN HEAD = KATZENKOPF

Das heutige Ziel ist der «Katzenkopf» (Mizen Head) und dazwischen machen wir eine nur grob geplante Runde um den Landzipfel, an welchem wir uns befinden. Geplant ist der heutige Besuch hier schon lange, bei unserer Recherche am Vorabend finden wir dann erst heraus, das heute der erste Tag im Jahr ist, an welchem wieder geöffnet ist, was für ein Glück für uns. Der Mizen Head respektive der Ort der Signalstation ist ein privates Gelände, mit einer ehemaligen Signalstation, welche Schiffe vor der Küste warnte. Heute ist es ein kleines Museum, welches nur über eine Brücke, gebaut im Jahr 1909, erreichbar ist.

 

Nach einer knappen Stunde auf dem Velo mit einigen kurzen Foto-Stopps erreichen wir oben auf dem Hügel das Besucherzentrum. Der Eintritt ist mit 7 Euro absolut fair, für das was uns dafür geboten wird. Es gibt eine kleine Touristenautobahn (asphaltiertes Strässchen), welche hinab zur Brück und auf der anderen Seite wieder hoch zum Museum führt (andere Blogs nennen, dass «Küsten-Wanderweg zum Signalturm» aber wir wollen ja ehrlich sein zu unseren Lesern!). Wir sind früh dran, teilen uns die Landspitze zu Beginn mit einer Handvoll weiteren Touristen. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, welche man über ein paar zusätzliche Treppen, abseits der «Wanderroute», erreichen kann. Wir klappern sie alle ab und werden nicht enttäuscht, die verschiedenen Perspektiven auf die Klippen und die Brücke sind der Hammer. Einzig die Zeitangaben für die Meter, die man zurücklegen muss, sind etwas fragwürdig – ob das wohl auf Knien gerutscht gemessen wurde? 

Zuletzt erreichen wir die mehreren, kleinen Gebäude der Signalstation, welche von aussen nicht gerade vielversprechend aussehen. Das Museum im Inneren ist jedoch genial, einfach, überschaubar und herzlich gestaltet. Die einzelnen Räume sind total unterschiedlich aufgebaut und die Infos einfach gehalten, es macht Spass hier zu sein, absolut empfehlenswert. Als letztes laufen wir noch die zweite Wanderautobahn, kombiniert mit Treppen und steilen Abstiegen, die Klippen runter und werden auch hier von einem sehr hübschen Ausblick belohnt. Nur der Weg wieder nach oben ist etwas grenzwertig anstrengend.

Unsere weitere Velotour führt uns dann erst mal über eine, am Ende, komplett abgesperrte Strasse irgendwo im Nirgendwo. Haben wir so auch noch nie gesehen, die Strasse, welche zu einer Schlossruine führt, öffnet erst am 1. April wieder, kein Scherz. Und das, obwohl wir nach der unüberwindbaren Strassensperre noch Häuser ausmachen können… Wir drehen um und düsen weiter, zuerst zurück und dann in die andere Richtung als die, aus welcher wir am Morgen gekommen sind. Hoch auf einem Hügel, sehen wir plötzlich anstelle von Bergen wieder das Meer und eine Kuh auf einem Hügel, welche uns intensiv beobachtet. Sie dreht sich sogar um 360 Grad um uns ja immer im Auge zu behalten, bis wir weg sind – die Sheriff-Kuh! Nach einer rasanten Abfahrt (und auf der anderen Seite nochmals hoch und runter) treffen wir dann wieder in Goleen ein. Aufgrund des sommerlichen Wetters hatten wir den ganzen Tag schon die Idee beim nächsten Pub ein lecker Bierchen zu geniessen. Es kam uns leider während unserer ganzen Tour bis 15Uhr keine einziges Pub, geschweige denn ein richtiges Dorf über den Weg. Die «Dörfer», die wir auf Maps angewählt haben, entpuppten sich als 1-3 Haus-Weiler.

EINMAL voll AUFTANKEN BITTE

In unserem Ort Goleen sind offenbar die beiden einzigen Pubs weit und breit. Sie liegen sich praktisch auf der Strassenseite gegenüber. Eines mit Sonne eines ohne. Das Pub mit der sonnigen Parkbank (statt zwei Stühlen und Tischchen) erhält unseren Vorzug (gegenüber denen mit Schatten sowieso). Also setzen wir uns auf die Bank direkt vor dem Pub und direkt an der Tankstelle (man bezahlt das Benzin im Pub) und geniessen an der «Haupstrasse» mit Sicht auf eine weisse Hauswand, aber dafür an der prallen Sonne zwei herrliche kühle Sirüpli (was sonst?!). Nach dem gemütlichen Auftanken düsen wir dann noch die zwei Minuten mit dem Velo nach Hause zum Duschen, Kochen und Planen des morgigen Tages.

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