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Dingle Peninsula & Slea Head Drive

DUNBEG FORT & FAMINE COTTAGES

Ein neuer Tag beginnt heute mal wieder ein sonniger. Wir düsen auf die Halbinsel Dingle und fahren einmal rundherum respektive wir fahren ab Dingle den Slea Head Drive (noch so ein Ring – wir nennen uns jetzt die Ringjäger). Einen ersten Halt machen wir an einem alten Fort und einem Steinhaus. Das Fort ist eher ein Witz für die 3.50 Euro gibt es etwa 1000 aufeinander, gestapelte Steine zu sehen, welche anscheinend aus der Eisenzeit ca. 400-500 vor Christus stammen. Aus optischer Sicht nix zu sehen, aus historischer vielleicht spannend wenn es einem denn interessiert. In Steinhaus gibt es dafür lecker Kaffee und Schoggigipfeli, der Stopp ist gerettet.

 

Zwei Minuten zu Fuss entfernt ist die nächste Sehenswürdigkeit, die Irish Famine Cottages. Auch hier kostet es 5 Euro. Beni verzichtet und lässt Joli alleine ziehen. Während Beni beim Steinhaus auf der Terrasse die Sonne geniesst, besucht Joli die alte verlotterte Hütte. Die Häuser stammen aus der Zeit der grossen Hungersnot (1845 – 1852) als eine Kartoffelfäule das Grundnahrungsmittel zerstörte und zu massenhaftem Hungertod und Auswanderung führte. «Famine house» bedeutet übersetzt Hungerhaus / Haus des Hungers, es wird im historischen Kontext während der irischen Hungersnot auch als «Arbeits-» oder «Armenhaus» bezeichnet. Die Anlage soll zeigen, wie Menschen damals wohnten und dazu haben sie sogar Puppen in die Wohnräume gestellt und gelegt. Leider ist es wirklich sehr verlottert (jedenfalls innen) und die Puppen fallen teilweise fast auseinander, Müll von den Touristen wird nicht weggeräumt und alles in allem ist es Joli irgendwie zu unheimlich dort drin um die weiteren Infos näher zu lesen. Man hat das Gefühl die gruseligen Puppen erwachen zum Leben. Brr! Beides das Geld nicht wert.

DUNMORE HEAD

Der Rundweg ist offenbar noch touristischer als der Ring of Kerry und entsprechend sind auch viele unterwegs. Etwas weiter halten wir an für eine kurze Erklimmung des Dunmore Head. Der Dunmore Head (Übersetzt aus dem Irischen «die grosse Festung» – wovon wir nix sehen) ist der westlichste Punkt auf dem Festland Irlands und Europas (schon wieder?). Das Wetter ist prächtig, da bietet es sich an, dass wir die 50 Minuten hin- und zurück in Angriff nehmen. Der Parkplatz ist bereits voll und wir zwängen uns noch irgendwie in eine letzte kleine Lücke rein. Der Weg geht zuerst auf eine Anhöhe rauf und dann auf der anderen Seite wieder runter. Es lohnt sich, die Aussicht auf das tosende Meer und die Klippen ist sehr schön. Man hat dramatische Ausblicke auf die Blasket Islands, ein Star Wars-Drehort – welchen wir heute noch vielen begegnen werden – allenfalls müssen wir die Filme doch mal schauen, jetzt wo wir praktisch dort waren.

DUNQUIN PIER, FORT DEL ORO & DINGLE

Es folgen weitere Fotos Stopps an Aussichtspunkten und Stränden. Eigentlich wollten wir in Dingle übernachten, aber die Stadt und alle Parkplätze sind aber voll mit Touristen und Autos. Die 40 Euro, um auf einem Parkplatz eines Pubs zu übernachten wollen wir nicht ausgeben, zumal die Stadt überfüllt und wuselig wirkt. Darum ziehen wir weiter. Joli hat das Dorf noch ganz anders in Erinnerung, klein und schnuckelig, sie erkennt sogar das Restaurant, wo sie damals nach der Delfin Tour etwas gegessen hat. Der Delfin «Funghi» ist seit 2020 verschwunden, zuvor war er die Hauptattraktion in Dingle, da er die Bucht nie länger als einen oder zwei Tage verliess und somit konnten die Anbieter mit 99% Sichtgarantie werben. Vermutlich ist er gestorben, da er doch schon ein stolzes Alter von ca. 45 Jahre hatte. Trotzdem scheint der Tourismus in Dingle zu Boomen wie nie zuvor. 

 

Eigentlich wollen wir noch auf den Conorpass. Ganz drüber fahren können wir, da über 2 Tonnen und über 1.8 Meter breit nicht, aber bis auf den Pass soll man kommen, laut den Park4Night Nutzern. Allerdings kommt 3 Kilometer vor dem Pass ein riesiges Schild in allen Sprachen, dass man, wenn man die Anforderungen nicht erfüllt, JETZT umkehren muss. Auch wenn Mehrere schreiben, dass es bis oben geht, nur auf der anderen Seite nicht runter, wollen wir nicht zu dem Campern gehören die Verbote wegen Fehlverhalten fördern und drehen deshalb JETZT um.

KNOCKGLASS

Letztendlich sind wir fast den ganzen Tag unterwegs, bevor wir am Abend als Schlafplatz ein Pub (Junction Bar) ansteuern, in welchem wir zu Abend essen und übernachten dürfen (gefunden auf der BritStop App). Beim Apéro-Bier kommen wir mit einer älteren Dame ins Gespräch über dies und das, sie gibt uns Tipps und meint, auch Dingle sei in den letzten 6-10 Jahren schrecklich touristisch geworden. Beim Thema Bier meint sie nur «Ich trinke kein Bier nur Guinness» und nimmt sogleich einen grossen Schluck. Aber ja uns ist auch aufgefallen, dass an der Pubs häufig steht «We have Stouts, Beer & Food». Also Leute bezeichnet Guinness nicht mehr als Bier, das ist offenbar nicht korrekt. Burger und Fish & Chips sind gut und können vor der «Unbedingt noch Essen» Liste abgehackt werden. Vor dem zu Bett gehen geniessen wir aber noch die Livemusik einer lokalen Teenagerin und einen Hot Whiskey, welcher einer der Tipps der alten Dame war. Auch wenn es irritierenderweise, kurz leise wird und sich uns alle Blicke zuwenden, als wir um 21Uhr nochmals in die Bar kommen, war es sehr gelungener Abschluss des Tages.

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Kommentare: 2
  • #1

    Kusle (Mittwoch, 01 April 2026 09:06)

    Eifach nume schööön. Dingle u Slea Head Drive si 2015 ou üse Top-Spot gsi. ����

  • #2

    Benjoli (Sonntag, 12 April 2026 11:43)

    Ja ä sehr schönä Fläckä. Sber vo au denä Ringä isch dr Beara üsä Favorit.