BUNRATTY CASTLE & FOLK PARK
Heute gehen wir in das hiesige Ballenbergmuseum, oder genauer gesagt in den Bunratty Folk Park, zu welchem auch gleich noch ein Schlossbesuch gehört. Also eigentlich ist es umgekehrt. Das Schloss war schon da und auf dem 10 Hektar grossen Gelände wurde danach der Folk Park erbaut. Es ist ein Freilichtmuseum mit 30 originalgetreuen Gebäuden, Bauerhöfen und einem Dorf, die das irische Leben im 19. Jahrhundert darstellen. Für 20 Euro Eintritt erhält man beides. Das Museum ist sehr ähnlich aufgebaut wie unser Ballenberg. Man kann alle Häuser betreten und die Räume erkunden. Es gibt zahlreiche Häuser sowie das Schloss mit vielen Räumen und engen Treppen, welche anhand eines Prospekt (sogar in Deutsch erhältlich) oder Tafeln vor Ort genauer beschrieben sind.
Uns gefällt der Rundgang durch die Anlage und die alten Häuser sehr gut. Fast in allen Häusern brennt im Kamin ein kleines Feuer, entsprechend rauchig riechen dann auch unsere Kleider. Man merkt gut, welches die Häuser der ärmeren und welche die der reicheren Bevölkerung waren, allein daran wie stickig und rauchig es im Hauptraum ist. Die meisten Häuser sind einstöckig, haben einen Hauptraum mit Küche, Feuerstelle und Essecke sowie zwei Schlafzimmer auf beiden Seiten, wobei das grössere oft auch noch als Wohnzimmer dient. Einige Häuser sind sogar so aufgeteilt, dass links die Bewohner hausen und im gleichen Raum rechts die Milchkuh.
In ein paar Häusern wird dann auch noch das alte Handwerk demonstriert, wie zum Beispiel das des Schmiedes, welchem man beim schmieden eines Messer zuschauen kann. Im Haus des Arztes steht ein verkleideter älterer Herr, begrüsst die Gäste und stellt sich als Arzt aus dem Jahr 1880 vor. Auf Jolis Kompliment, er habe sich aber gut gehalten für seine 146 Jahre, meint er nur «a apple a day, keeps the doctor away», ja wer kennt dieses Sprichwort nicht. Er bietet Beni gleich an auf der Liege Platz zu nehmen, worauf Beni dankend abwinkt und erwidert er fühle sich kerngesund (schiss heter gha *hihi*). Der Arzt erzählt von seiner damaligen Arbeit und erklärt sein Equipment und die Medizin, spannend. In einem der Häuser benutzen sie sogar Duftdiffuser, aber nicht wie wir sie in unserem Wohnungen nutzen sondern für verschiede Whiskey – quasi eine Duft Degustation.
Auch das Schloss gefällt uns sehr gut. Die Gemäuer sind zwar kalt und die Wendeltreppen in den vier Ecken des Schlosses sind richtig eng gebaut, aber es macht Spass das Schloss zu erkunden zu jedem Zimmer die Informationen gemütlich auf Deutsch nachlesen zu können. Die einzelnen Zimmer und der grosse Saal sind schön anzusehen und noch mit Möbeln aus dem 15. und 16. Jahrhundert ausgestattet, was mal was anderes ist als in den meisten Schlössern, die entweder Ruinen sind oder dann mit allem möglichen aus dem viktorianischen Zeitalter bemöbelt eeeh bestückt sind. Nach etwas mehr als zwei Stunden sind wir einmal rundherum und gönnen uns noch Kaffee und Kuchen, bevor es weitergeht. Also dieses Erlebnis können wir sehr empfehlen, viel besser als das Fort und die Famine Cottages in Dingle.
ADARE
Am gleichen Tag, in Richtung unseres Stellplatzes, halten wir noch in Adare. Scheinbar das schönste Dorf in Irland (irgendwie haben wir wieder mal ein Déjà vú, déjà gehört oder doch déjà gelesen?!) aber zumindest eines der am meisten fotografierten. Es ist viel los und wir finden erst etwas ausserhalb einen Parkplatz, der im Verglich zum Zentrum völlig leer ist. Im Dorf angekommen spazieren wir 45 Minuten lang den Rundweg, um das Dorf zu erkunden, der alte Bahnhof ist schon mal von einer Baustelle umgeben aber dann laufen wir einem wunderschönen (*Benis Wortwahl – es hetne schüch ahgschisse) Kanal entlang und kommen an einer faszinierenden (*dito) Kirche vorbei. Wieder im Dorf sehen wir dann noch die paar Häuser mit Strohdächern (reetgedeckte Cottages), für welche das Dorf berühmt ist, zusätzlich zu seinen Tudorhäusern und mittelalterliche Ruinen. Adare Manor sehen wir leider nicht, da sind wir wohl einfach dran vorbei gelaufen – schade. Es ist in der Tat ein sehr schönes aber auch total touristisches Dorf.



































































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renate (Montag, 06 April 2026 09:15)
war sehr schön u interessant all die häuser u schlösser,hätte mir auch gefallen.danke für den einblick.danke vielmals.muntsch