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The Burren NP

Burren Coast Drive

Nach einer beinahe durchgemachten Nacht nutzen wir das gute Wetter (und Benis besseren Zustand) und machen am Nachmittag eine kleine Rundfahrt durch den Burren Nationalpark. The Burren («An Bhoireann»)“ bedeutet «steiniger Ort». Trifft es ziemlich gut, wie wir finden. Wir fahren de Burren Coast Way entlang Richtung Norden und entdecken wunderschöne und spannende Landschaften. Allerdings heisst es hier Augen auf den Boden beim Rumlaufen, da sich die Kalksteinplatten, zwar wie Mosaike aneinander reihen aber doch immer wieder beträchtliche Risse dazwischen sind, wo man sich mehr als nur den Fuss brechen kann, wenn man daneben tritt. Der heftige Wind macht das Ganze nochmals eine Stufe spannender. Da heute gutes Wetter ist und es Morgen Regnen und Stürmen will, verschieben wir den Besuch der beiden Höhlen in der Region auf Morgen, wenn’s draussen kalt und ungemütlich ist. Heute geniessen wir die Sonne. Also Joli, Beni geniesst den bequemen Fahrersitz und die grosse Windschutzscheibe, die ebenfalls einen herrlichen Ausblick ermöglicht. Für Joli ist es wie mit einem Hop-On-Hop-Off Bus, nur das sie die Haltestellen selbst wählen kann und nicht immer auf die nächste Weiterfahrt warten muss. Genial! Viel machen wir nicht, aber wir klappern sämtliche Aussichtspunkte an der Küste ab, bis es dann noch ins Inland des Parkes geht, wo wir den Poulnabrone Dolmen aufsuchen. 

Poulnabrone Dolmen

Beni eint schon von weitem «Aaaah Steine, ich geh dann mal auf Klo und warte auf dem Parkplatz!» Das Portalgrab ist 1.80 Meter hoch und der Deckstein gute 3.50 Meter lang. Der Dolmen hat eine mindestens 5000 Jahre alte Geschichte, denn er wurde schätzungsweise irgendwann um 3000 vor Christus gebaut, um die Toten zu ehren. Den Ausgrabungen zu folge wurden mindestens 33 Menschen dort begraben. Der Ort wurde aber offenbar nicht nur als Begräbnisstätte sondern auch für Rituale benutzt.

Auf dem Rückweg fahren wir noch über den Corksrew Hill (Korkenzieher Hügel) und besuchen kurz das Burren Smokehouse in Lisdoonvarna um uns mit Lachs und anderen Köstlichkeiten einzudecken. Doolin hat leider keine Einkaufsmöglichkeiten und uns gehen langsam die frischen Vorräte aus. Aber Morgen ist ein Grosseinkauf geplant auf dem Weg nach Galway.

 

Das mit den Höhlenbesuchen am nächsten Morgen und dem Grosseinkauf wird leider nichts. Beni wacht erneut krank auf und wir können zum Glück den Aufenthalt auf dem ausgebuchten Camping doch noch verlängern. Das Wetter macht auch mit. Für Irlands Westküste ist eh eine Wetterwarnung raus, wegen starken Winden und Sturmfluten. Man soll sich von der Küste fernhalten und in der Höhe bleiben. Da sind wir ja mal froh haben wir dem Campingplatz im Dorf oben und nicht im Hafen unten gewählt. Im Laufe des Nachmittags werden wir in unserer Betty Blue auf jeden Fall kräftig durchgerüttelt (nicht gerührt) und sind froh, dass wir es hier drinnen warm und kuschlig haben.

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