Die Inishowen 100 ist eine spektakuläre, ca. 160 km (100 Meilen) lange Panoramastrasse auf der gleichnamigen Halbinsel und diese wollen wir heute (mehr oder weniger) abfahren. Jetzt kommt halt noch die Stunde dazu, weil wir gestern nicht einfach den nächstgelegenen Camping genommen haben, sondern wieder etwas zurückgefahren sind UND die Fähre, die normalerweise den Weg über den Lough Swilly verkürzt nicht fährt. Also los!
GAP OF MAMORE
Und wieder mal ist es eine Passstrasse. Zugegeben, die sind einfach auch immer wieder spektakulär. Bei dieser zweifelt Joli schon als sie die Strasse für rauf sieht, ob wir hier jemals raufkommen, aber doch Betty Blue schafft das unter der Führung von Beni hervorragend. Rauf und nieder, immer wieder. Huuuuuuuui! Von hier oben sehen wir sogar den Leuchtturm am Fanad Head, welchen wir gestern besucht haben.
FIVE FINGER STRAND
Der Weg zum Strand wird immer schmaler und am Ende bleib auch nur noch ein Fleckchen Erde, um Betty zu wenden und dann dort, wie alle anderen, am Strassenrand abzustellen. Danach führt ein schmaler zuerst noch geteerter Weg Richtung Strand, vorbei an malerischen grünen Hügeln. Am Strand angekommen, dann WOW! Die Stimmung mit den Wolken trägt dazu natürlich einiges bei und auch das Restwasser von der Flut, dass noch am Strand verblieben ist, zeichnet ein schönes stimmungsvolles Muster. Der Strand hat bis zu 30 Meter hohe Sanddünen, die von hinten als solche gar nicht zu erkennen sind, da sie mit Gras bewachsen sind. Fünf Finger heisst er aber nicht etwas wegen fünf Dünen sondern wegen den fünf schmalen Felsnadel, welche aus dem Wasser ragen und wahrscheinlich gar nicht allen auffallen. Je besser das Wetter wird, desto weniger dramatisch ist die Stimmung und deshalb geht es zurück zu Betty und weiter auf dem Inis 100 Drive.
MALIN HEAD
Der nördlichste Punkt von Irland. Der Turm und das verlassene Betongebäude sind nicht sehr spannend, der sofort einsetzende Regen und Wind, sobald wir aussteigen, sind wie üblich asozial und die Horde Touristen, die all ihre Autos auch noch in die letzte eigentlich nicht vorhandene Parklücke quetschen sind halt einfach leider da. Aber die Landschaft, macht das alles wieder wett. Beni verzieht sich wegen dem Wetter schnell wieder ins Auto, während Joli dem Regen trotz und sich gegen den Wind den Weg hinunter begibt, um zu schauen, was es dort zu schauen gibt. Aha in 400 Metern kommt ein Höllen Loch. Mal schauen, was das ist. Wurde von Joli nie gefunden - resp. erst beim späteren Googeln und Anschauen der Fotos erkannt, wo / was es hätte sein sollen haha - Pólifreann or Hells Hole – manchmal reicht auch alle Fantasie nicht zu erkennen, was andere vor einem entdeckt haben wollen. Da Joli das Höllen Loch nicht gefunden hat, merkt sie natürlich auch nicht, dass die 400 Meter schon lange vorbei sind, jetzt hat sie aber weit vorne auf einem Hügel viele Leute entdeckt, da muss etwas sein. Kurz ein WhatsApp an Beni, das es noch etwas dauert (das mit dem Internet ist nie ganz einfach hier, aber irgendwann wird die Nachricht schon rausgehen) und ab auf den Hügel in weiter Ferne. Der offizielle Weg endet bald aber als Fokus stehen zum Glück immer noch die Leute auf dem Hügel. Dort angekommen, machen diese sich gerade aus dem Staub und nach ein paar weiteren Schritten hat Joli wieder mal einen atemberaubenden Blick. WOW. Der Aussichtspunkt nennt sich Scheildren Mór und ist den «kurzen» Weg vom Malin Head hierher wirklich wert. Jetzt aber husch husch zurück, bevor es sich Beni plötzlich noch im Bett bequem macht und einschläft.
KINNAGOE BAY
Über sich in engen Kurven windende Strässchen fahren wir der Küste entlang, durch Täler und über Hügel bis zum Kinnagoe Bay. Der Weg führt nach unten, aber wir sind nicht sicher, ob es eine Wendemöglichkeit hat, also stellt sich Beni einfach oben an den Strassenrand und Joli kann kurz aussteigen, um runterzuschauen. Beni der Glückspilz sieht natürlich dank dem Linksfahren und dem Rechtssitzen, sowie dem Umfahren der Insel im Uhrzeigersinn fast immer alles vom Sitz aus und muss in der Regel nicht einmal aussteigen, um zu sehen was Joli erst, auf dem kleinen Hügelchen neben Betty stehend, erkennen kann. Es hat einen Parkplatz aber der Blick über die Bucht ist von oben sowieso schöner als unten am Strand.
STROOVE BEACH
Jetzt noch den letzten Zipfel anfahren, dann haben wir die Umrundung geschafft und sind geschafft. Aber hä? Was genau wollten wir am Stroove Strand? Er ist irgendwie klein, grau und unspektakulär, der Leuchtturm ist viel weiter vorne und auch nur mal kurz sichtbar. Komisch. Erst als Joli sich umdreht und nach hinten aus dem Seitenfenster schaut, erkennt sie, dass von der anderen Seite her kommend, dieser Stopp durchaus sehenswert gewesen wäre. Alles eine Frage der Perspektive, manchmal muss man sich auch mal umdrehen, um etwas Schönes zu erkennen, was auf den ersten Blick nicht spannend gewirkt hat. Aber wie Beni so schön sagt, man kann und muss nicht immer alles sehen und fotografieren.
GREENCASTLE
Ein grünes Schloss? Ja, nicht ganz. Ein Golfplatz. Wieder einmal einer an exklusivster Lage sogar mit eigenem Leuchtturm. Mal ganz ehrlich bei den Golfplätzen, die wir hier in Irland schon gesehen haben, würden wir wohl auch Golf spielen. Wahnsinn, die Lagen und Aussichten die diese Golfer geniessen dürfen. Hier dürfen sogar wir rein und da gerade die Sonne scheint und dies wohl länger als 30 Sekunden (die nächste Wolke ist mindestens 15 Minuten entfernt), gönnen wir uns an der Sonne mit bester Aussicht das erste Mal während einer Fahrt ein Guinness und ein Cider. Sonst haben wir immer erst etwas getrunken, wenn wir angekommen sind und Betty Feierabend hatte. Aber heute ist eine Ausnahme, erstens weil es sonnig und warm ist, eine Kombination, die wir wirklich noch nicht oft genossen haben seit Beginn unserer Reise und zweitens, weil es unser letztes Guinness und Cider in Irland ist. Noch ein paar Kilometer und wir fahren definitiv über die Grenze nach Nordirland. Der Wild Atlantic Way ist zu Ende und auch unsere Reise durch die Republik Irland.
Adiööööö
Adiööööö liebes Irland, du warst super. Das Land, die Landschaften, die Natur, die Schafe, das Bier und das Cider und die herzlichen, offenen und warmherzigen Menschen… Einfach wundervoll! Besser als in diesem Bild beschrieben können wir es auch nicht zusammenfassen.








































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renate (Montag, 27 April 2026 19:42)
bi grad chli verwirt oder verirrt,ghört de nordirland nid zu irland ? z z z ?, bi äbe denn chrank gsi ir schuel,seufz !
muntsch ma
Benjoli (Donnerstag, 30 April 2026 16:42)
Hey Ma
Im Bricht Londonderry chasch süsch di verpassti Gschichtslektion nachehole �