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Perth & Cairngorms National Park

SCONE PALACE

In der Nähe von Perth haben wir übernachtet und besuchen hier den Scone Palace, in welchem leider fotografieren wieder mal nicht erlaubt ist. Beni hat jedoch die Idee es trotzdem zu tun, denn da man auf dem Handy via QR Code einen Audio und Text Guide laden kann, hat man das Handy ja trotzdem immer in der Hand. Naja die Bilder sind natürlich nur halb so gut wie normalerweise, daher einfach ein paar Printscreens aus dem Online-Guide hihi. Wir können euch aber sagen, die Hütte, wie auch der kurze Spaziergang durch den Park mit den Blumen ist ziemlich hübsch. Was wir aber nie machen würden, ist uns Pfaue im Garten zu halten, dieses Geschrei – unglaublich. Schreien, dann mal wieder kurz die Federn stellen, den Hintern schütteln und wieder losschreien. Ob das die Schönheit wert ist? Naja! Im Café gönnen wir uns eine kleine Stärkung und besuchen auch noch den Cloakenroom, bevor es weiter geht. 

CAIRNGORMS NATIONALPARK

Wer unseren Weg auf Polarsteps durch Schottland verfolgt wird sich denken; «Die haben doch einen an der Waffel!». Bitte unsere Reiseroute nicht zum Vorbild nehmen (also die Reihenfolge), denn die macht nun wirklich wenig Sinn. Da wir Aufgrund von einigen fixen Daten und vor allem auch dem Wetter, dass eigentlich nie so mitspielt wie wir es gerade eingeplant haben, einen ziemlichen Zick Zack Kurs hinlegen, durchqueren wir nochmals den Cairngorms Nationalpark und kommen plötzlich am uns bekannten Campingplatz in Braemar und dem Corgarff Castle vorbei. Ups! Das hatten wir bei der Routenplanung heute Morgen nicht gecheckt, aber dafür haben wir bis zum Schluss dann wohl den ganzen Park (zumindest auf den Hauptstrassen) einmal kreuz und quer durchfahren UND Joli konnte ihren Aussichtspunkt oberhalb des Corgarff Castle doch noch besuchen. Yee-haw! Der Stein dort hat übrigens eine super Inschrift (auf allen vier Seiten verteilt): «Take a moment to behold, as still skies or storms unfold. In sun, rain, sleet or snow, warm your soul before you go.». Da das Wetter doch noch besser ist, als erwartet lohnt sich ein kleiner Zwischenstopp auf einem Parkplatz, um die Frontscheibe zu putzen, welche einmal mehr einem Insektenfriedhof gleicht. Währenddessen werden wir wie irre von zwei lustigen Vögel angeschrien und wir sehen erst beim Wegfahren, dass wir direkt neben ihrem Nest parkiert haben – sorry! 

 

Wir wollten ja eigentlich am Loch Lomond wandern gehen, aber das Wetter in dieser Gegend will nicht sein, wie wir es haben wollen, also haben wir umgeplant. Andere Richtung, anderes Programm. Schlösser kann man bei jedem Wetter anschauen, Wandern macht weniger Spass bei Regen. Wir fahren jetzt dort hoch und in einem Bogen wieder runter, wo wir eigentlich erst in einigen Wochen gewesen wären auf unserem Weg nach Nordengland. Das gibt uns dafür die Möglichkeit doch noch Tickets für die Highland Games in Blair Atholl zu kaufen. Juhuuu.

 

Heute machen wir nach der langen Fahrt halt in Aviemore, ein kleines Dorf in den Bergen, welches ein bisschen wie Adelboden wirkt (nur mit viel weniger Charme). Kein Wunder von hier aus ist man rasch in den Skigebieten und den Bergen. Entsprechend gibt es hier zahlreiche Outdoorshops und Restaurants, wie wir bei der Durchfahrt unschwer erkennen können. Unser Camping liegt etwas ausserhalb und wir essen in der angrenzenden Pizzeria zu unserem Bier noch eine leckere Zvieri-Pizza, anstatt das Dorf zu besuchen. Da wir auf der Terrasse sitzen, müssen wir die Getränke an der Bar holen und die Pizza Take-away mitnehmen. Spannendes Konzept.

DIES UND DAS

Wir haben immer wieder das Gefühl, dass es haufenweise schwarze Schafe unter den Campern gibt, die spät am Abend auf den Campingplatz fahren (wenn keine Schranke vorhanden und die Reception nicht mehr besetzt ist) und dann am Morgen in aller früh, fluchtartig den Platz wieder verlassen, dass haben wir nun schon einige Male beobachtet. So auch hier. Beweisen können wir das nicht, aber wer so spät ankommt und so früh wieder weg ist… Hmmm…

 

An dieser Stelle auch noch ein Wort zur Netzabdeckung in Schottland im Allgemeinen und auch WLAN auf den Campingplätzen. Kurzfassung: «Scheisse!». In der heutigen Zeit, in der Elon Musk das Weltall besiedeln möchte, sollten wir erstmal auf der Erde alles geregelt bekommen. Schottland ist diesbezüglich noch sehr weit zurück. Die Netzabdeckung (nur 4G) ist meistens ziemlich mies, um unsere mobilen Daten zu nutzen. Aber noch viel mieser sind die meisten WIFIs auf den teuren Campingplätzen, diese sind in der Regel schlicht unbrauchbar (sofern überhaupt vorhanden oder gratis). Das hat uns schon ein paar mal auf die Palme gebracht hat, da wir aufgrund des häufig nicht optimalen Wetters auch mal einen «Arbeitstag» im Camper planen und dann doch nix funktioniert. Als Arbeit bezeichnen wir in unserem Fall, die Reiseplanung, Foto- Text- und Homepagebearbeitungen, sowie Beni's Hobby der Aktienhandel, welcher viel Lesestoff und Studium bereithält.

LOCH AN EILEIN

Direkt nach Aviemore gibt es ein riesiges privates Anwesen im Herzen des Cairngorms-Nationalparks, Rothiemurchus. Dort wollen wir einen Morgenspaziergang am Loch An Eilein machen. Der Weg führt «direkt» am See entlang. Naja. Links und rechts ist Wald und dahinter blinzelt zwischendurch der See hervor. Das Schloss sieht und erkennt man eigentlich auch nur wenn man weiss, dass es da ist und man den Weg verlässt, um es zwischen den Bäumen zu sehen. Trotzdem ist der morgendliche Spaziergang erfrischend und bietet in den 1.5 Stunden immerhin die ein oder andere nette Aussicht. Beni verliert kein Wort darüber in seinem Text, was Joli erst bei der Bearbeitung der Fotos auffällt. Ihn hat es wohl nicht sehr beeindruckt.

SCHOTTISCHER BALLENBERG

«Hello», so werden wir zuerst am Eingang zum Highland Folk Museum begrüsst. Die überaus motivierte und herzliche Dame im Eingangshäuschen, gerät dann aber sofort ins Schwärmen, als wir auf ihre Frage - woher wir denn herkommen - mit - aus der Schweiz - antworten. Sie begrüsst uns sogleich mit einem fröhlichen «Grüezi. Welcome to the Highland Folk Museum, it is like the Ballenberg in Switzerland» sagt sie und strahlt uns an. Ja das kennen wir, denn wir wohnen in Thun. «Ooh so lövely, I häv friends in Meiringen and the Berniis Ouberländ and Hasliberg is sooou beautiful». Ihre Augen leuchten und sie erklärt uns, in welcher Reihenfolge wir das Folk Museum am besten durchlaufen. Der Eintritt basiert auf Spendenbasis und sie meint wir können auch erst am Schluss etwas geben, dann geben wir sicher mehr, weil es uns so gefallen hat. Haha, clever die Dame. Das war so ein richtig herzlicher Aufsteller mit der netten Frau kurz zu plaudern. Das hiesige Museum ist zwar vier Nummern kleiner als der Ballenberg aber trotzdem ziemlich cool gemacht. Die Ähnlichkeiten sind gegeben, auch wenn die Häuser doch eine ganz andere Bauweise haben. Die ältesten Häuser sind 300 Jahre alt und aus Steinen, Pfählen und Stroh gebaut. In allen Häusern (je älter und ärmer, desto extremer) ist es sehr dunkel und rauchig, wie wir das schon von einem ähnlichen Museum aus Irland kennen. im Mittleren Teil sind die Häuser rund 150 Jahre alt und im neusten rund 100 Jahre. Ein cooles Highlight sind sicher die uralten Curling Steine, welche wir in einer Hütte am See entdecken, der im Winter zum Curlingplatz wird. Im Süssigkeiten Laden staunen wir nicht schlecht. Was für eine Auswahl. Auf die Frage, ob wir etwas kennen, müssen wir mit Nein antworten. Die Dame fragt nach unserer Sprache und erklärt uns dann jedes Töpfchen in bestem Deutsch, da sie ursprünglich aus Deutschland kommend nun seit 20 Jahren hier lebt. Da es heute wieder ziemlich zügig ist, meint sie auch dies sei ein komischer Mai. Normalerweise laufe sie im Mai in Sommerkleidern rum. Dieses Jahr sei das Wetter scheusslich. Ach neeee?! Das schlechte Wetter und die Aussage, dass es normalerweise um diese Jahreszeit hier viel schöner und wärmer oder zumindest weniger nass ist, verfolgt uns seit Spanien durch alle Länder – ohne Ausnahme! Kennt ihr die Tom & Jerry Comics, wo Tom als einziger von der bösen Regenwolke verfolgt wird? Ungefähr so fühlen wir uns langsam. Und die Schweiz hat eine Hitzewelle – danke Petrus. «Bääääääääh!».

Übrigens wer der Erklärung des Videos «Wie man einen Plaid richtig anzieht», in einem der früheren Berichte nicht ganz folgen konnte, hat hier, dem Museum sei Dank, noch Bilder dazu.

WAT DENN LOUS HIE?

Aber weiter im Text. Alles in allem ein toller Zwischenstopp. Es ist aber doch immerhin Pullover-Wetter und wir freuen uns, auf dem nahgelegenen Campingplatz wieder einmal unseren Campingtisch und die Stühle hervorzukramen, um den Abend noch etwas draussen zu geniessen. Leider, ja leider soll es aber nicht sein, denn nachdem Tisch und Stühle bereit gestellt sind, stellt Beni das offene Cider auf den Tisch. Der Tisch, welcher offenbar etwas dagegen hat, heute noch zum Einsatz zu kommen (hat sich auch noch mit dem Stuhl nebenan abgesprochen, welcher auch keine Lust hat), knickt unter dem Gewicht des offenen Ciders zusammen. Die filmreife Szene nimmt seinen Lauf. Das offene Cider taummelt, Beni lehnt sich noch geistesgegenwärtig über den Tisch, um es festzuhalten, aber zu spät. Das Cider, übrigens das ganz teure aus dem Shop des Scone Palace, mit eigenen Gartenäpfeln und Produktion vor Ort zum 60jährigen Jubiläum, kippt um und kullert über den Tisch (den könnte man ja putzen, easy) und fällt dann vom Tisch direkt und natürlich kopfüber auf das Sitzpolster eines unserer Stühle. Das liebe Fläschchen mit dem Apfelsäftchen kullert dann nicht einfach weiter auf den Boden neeeeeeeiiinnn, es bleibt quasi mit dem Kopf nach unten, stehend auf dem Sitzpolster liegen und lehnt sich noch frech an die Rückenlehne an, damit es ja nicht weiter runter fallen kann. Dabei läuft das süsse, klebrige Apfelsäftchen schön «glutsch, glutsch» in das Sitzpolster rein. Beni (der Sauberkeitsfanatiker) ist entsetzt und muss sich zuerst aus der Schockstarre befreien um, um den Tisch zu gelangen, bevor er das restliche Cider und vor allem seinen Stuhl retten kann. Dabei schlägt er mit dem Knie an den Tisch und haut um ein Haar noch beide Biergläser runter, wow. Und die Moral von der Geschicht? Joli sitzt und Beni nicht! P.s. der Tisch hat übrigens keinen Tropfen Cider abbekommen.

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Kommentare: 1
  • #1

    renate (Mittwoch, 03 Juni 2026 20:23)

    wieder mal,danke viel mals für das update,hab mich köstlich amüsiert.smile u muntscha